05/08/2026
Weit im Norden Finnlands, jenseits des Polarkreises, gehören Rentiere (Rangifer tarandus) fest zum Landschaftsbild. In den weiten Wäldern und auf den offenen Fjälls von Lappland lassen sich diese an das arktische Klima angepassten Tiere gut beobachten, wenn sie auf der Suche nach Nahrung durch die Vegetation ziehen.
​🦌 Geweih bei beiden Geschlechtern
Eine anatomische Besonderheit unter den Hirscharten: Beim Rentier tragen sowohl die Männchen als auch die Weibchen ein Geweih. Die Weibchen behalten ihres oft den gesamten Winter über, was ihnen hilft, Futterplätze im tiefen Schnee gegen Artgenossen zu verteidigen.
​🌲 Frei wandernd, aber nicht wild
Die Rentiere in Finnisch-Lappland leben halbwild. Sie streifen den größten Teil des Jahres völlig frei durch riesige Gebiete, gehören aber alle lokalen Rentierzüchtern und sind durch spezifische Markierungen an den Ohren gekennzeichnet.
​❄️ Anpassungsfähige Hufe
Ihre breiten Hufe funktionieren im tiefen Schnee wie Schneeschuhe und verhindern ein zu tiefes Einsinken. Je nach Jahreszeit passt sich zudem die Beschaffenheit der Hufe an: Im Sommer werden die Ballen weicher, um auf dem feuchten Untergrund der Tundra besseren Halt zu finden.