Worpsweder Lichtbildwerkstatt

Worpsweder Lichtbildwerkstatt fotografie auf höchstem niveau mit symbiotischer verschmelzung von kunst und handwerk ist das programm der worpsweder lichtbildwerkstatt.

die arbeit wird mit hohem handwerklichem geschick und mit der allergrößten hingabe verrichtet. hierbei bedient man sich der modernsten werkzeuge.

das teufelsmoor ist auch im 125. jahr nach gründung der künstlerkolonie ein ganz besonderer humus für jede/n creativ schaffende/n.

was für eine lichtbildnerische aufgabe auch immer Sie zu lösen haben: wir freuen uns darauf! zögern Sie nicht uns zu contactieren!

Say "Hello!" to the first representatives of "FireFighters' Friends" :D
14/06/2015

Say "Hello!" to the first representatives of "FireFighters' Friends" :D

Seit 5 Jahren arbeite ich beständig und konsequent an der Werkreihe „FireFighters' Friends“ und habe seither Überflurhydranten nicht nur in Deutschland, sondern auch in Dänemark, Luxemburg, Frankreich, Monaco, Italien, Österreich, im Fürstentum Liechtenstein, in der Schweiz und in Griechenland portraitiert. Jedes Bildnis dieser Serie wird nach streng festgelegten formalen Prinzipien fotografiert.

Dem Deutschen als Archetyp werden gerne die Attribute fleißig, akkurat und penibel zugesprochen; dessen eingedenk wird jeder einzelne Hydrant exakt mittig und lotrecht inszeniert. Der Abstand vom Fußpunkt des Hydranten zum unteren Bildende ist bei jeder Bildtafel gleich; jedes Lichtbild dieser Serie ist ein Hochformat im klassischen Seitenverhältnis 2 zu 3. Die durch die Technik der partiellen Farbrückholung des roten Spektrums erreichte Signalwirkung betont in ihrer Fernwirkung die Ähnlichkeit der dokumentierten Alltags-Skulpturen, während sie bei einem nahen Betrachtungsabstand ihre Unterschiede (z. B. in der Farbschattierung) offenbart.

An dieser Stelle bedanke ich mich ganz herzlich bei allen Unterstützer*innen; jede*r Einzelne hat maßgeblichen Anteil daran, dass das Projekt im diesjährigen Juni 2015 in einer so bestechenden Form geboren werden kann. Im Einzelnen sind das

01. Anke Kagelmacher – Muse & vor allem Anderen: die nach Platons Aristophanes gefundene "verlorene Hälfte" meiner Wenigkeit – https://www.facebook.com/anke.kagelmacher?fref=ts
02. Yvonne Laude – Gattin des Schwaneweder Ortsbrandmeisters Jörg Laude – http://www.feuerwehr-schwanewede.de
03. Rich Schwab – Musiker, Autor & Lektor – http://richschwab.de
04. Rüdiger Schrader DGPh – http://www.ccs-schrader.de
05. Heike Rost DGPh – http://www.heikerost.com
06. Robère Scholz – http://www.art-work-buero.de
07. PETER LINDEMANN fotograf – http://www.peter-lindemann.com
08. MEGALAB Bildkommunikation AG – http://megalab.de
09. Renate Gruber – Doyenne, Liebhaberin & Sammlerin der Fotografie sowie Assistentin, Archivarin und Witwe von Prof. L. Fritz Gruber – http://www.fritz-gruber.de
10. Lars Fischer – https://www.facebook.com/lars2009?fref=ufi
11. Sharon Kastner – Übersetzerin – https://www.facebook.com/shazkastner?ref=ts&fref=ts
12. Heinz Hess – http://www.lotto-hess.de
13. Die Crew des Café Central Köln – Hüter der Quelle der Inspiration & der Oase der kulinarischen Verköstigung sowie Basis der Begegnungen – https://www.facebook.com/CafeCentralKoeln?fref=ts

Wie & warum alles begann:

Dem „Vater aller Überflurhydranten“ begegnete ich am Mittag des 5. Mai 2010 in der Bremer Theodorstrasse. Da das kommunale Wasserversorgungsunternehmen meiner rheinischen Vaterstadt Köln schon lange vor meiner Geburt auf die deutlich preisgünstigere Variante des Unterflurhydranten gesetzt hatte, blieb mein Auge lange Zeit in der Wahrnehmung von Überflurhydranten eher ungeschult.

Dies erklärt möglicherweise, warum die optisch vielfältige Wirkung dieser Hydranten-Spezies im Stadtbild einen derartigen Reiz auf mich ausüben konnte, dass ich – zuerst in meiner neuen Heimat Bremen – voll kindlicher Neugier und Begeisterungsfähigkeit nach weiteren Exemplaren zu suchen begann. Beeinflusst durch die konsequent formal strenge Bildsprache von Bernd und Hilla Becher in deren Werkreihen wie z. B. "Wasser- und Fördertürme“, verneige ich mich nun immer häufiger vor einem Überflurhydranten: um die gewünschte Bildwirkung erzielen zu können, muss ich meinen Kamerastandpunkt möglichst tief wählen, so dass ich nicht selten bäuchlings auf der Straße liegend meine Arbeit verrichte. Die hierdurch erreichte leichte Untersicht dient der Ikonisierung und Überhöhung dieser phallisch geformten Lebensretter ebenso wie die farbarme Aufbereitung in einem warmen – leicht kupferfarbenen – Schwarz-weiss-Ton; lediglich direkt am Hydranten befindliche Farbtöne des roten Teilspektrums werden in der elektronischen Dunkelkammer zurückgeholt und verleihen so jedem Lichtbild dieser Werkreihe eine weithin sichtbare Signalwirkung.

Schnell erkannte ich, dass nicht nur jeder einzelne Hydrant ein ganz eigenes unverwechselbares Gesicht hat (das z. B. den Einen an eine Vogelscheuche erinnert und die Andere an einen König denken lässt), sondern auch, dass durch die optische Wechselwirkung mit dessen Umgebung mannigfaltige Assoziationen ausgelöst werden.

Bei meinen Recherchen zur Geschichte des Hydranten offenbarte sich eine bittere Ironie des Schicksals: Die Geburtsstunde des Stand- oder Säulenhydranten kann heute nicht mehr zweifelsfrei benannt werden, da das US-amerikanische Patentamt in Washington DC im Jahr 1836 mitsamt allen Unterlagen bis aufs Fundament ab- und ausbrannte – vermutlich 35 Jahre, nachdem Frederick Graff Sen. als Chefingenieur des Wasserwerkes Philadelphia den Hydranten erfunden hatte.

Zweifelsfrei belegbar hingegen ist, dass die weltweit erste Berufsfeuerwehr im Jahr 1686 im österreichischen Wien in Dienst gestellt wurde. Der erste Hydrant in deren Wirkungskreis erblickte 164 Jahre später (also im Jahr 1850) das Licht der damals noch kaiserlichen & königlichen Wiener Welt. Und weitere 160 Jahre später beginne ich mit der kontemplativen Arbeit, diesen gusseisernen oder mittlerweile stählernen stummen Lebensrettern ein kleines lichtbilnerisches Denkmal zu setzen.

Diese Arbeit ist jedes Mal entschleunigend in unserer sich immer schneller drehenden Welt. Frei nach Sten Nadolny's bereits 1983 erschienenem Bestseller ist die Beschäftigung mit den Freunden der Feuerwehrleute auch immer wieder aufs Neue: Die Entdeckung der Langsamkeit.

Anlässlich meines 25-jährigen Berufsjubiläums stelle ich nun auf meiner homepage (http://www.rlichtbildner.de/galleries/kunst/firefighters-friends) und hier seit dem 10. Juni 2015 in loser Reihenfolge meine Lieblingshydranten vor, bis die 11+1 Freunde der sogenannten Stamm-Mappe komplett versammelt sein werden.

Die Stamm-Mappe wird sodann im Dezember 2015 in einer auf 12 Exemplare streng limitierten, nummerierten und signierten Vintage-Print-Edition erscheinen.

Sie haben Feuer gefangen für FireFighters' Friends und möchten das Projekt als Partner ebenfalls unterstützen?

Oder:

Sie haben Feuer gefangen für FireFighters' Friends und möchten über das Projekt berichten?

Oder:

Sie haben Feuer gefangen für FireFighters' Friends und möchten sich so bald wie möglich eine der seltenen Stammmappen für Ihre Sammlung sichern?

Oder:

Sie haben Feuer gefangen für FireFighters' Friends und möchten meine Aufmerksamkeit auf einen ganz besonderen Hydranten lenken?

SCHÖN! Bitte hinterlassen Sie mir in den Kommentaren zu diesem Album eine kurze Nachricht oder schicken Sie sie mir gerne an [email protected] – für jedwedes Feedback bin ich dankbar!

Nicht umsonst heißt es: „Der Applaus ist das Brot des Künstlers.“

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