07/06/2017
Heute mal ein Thema das ärgerlich sein kann, womit jedoch jeder in der Fotografie sich irgendwann beschäftigen muss.
Das Kamera Equipment ist an sich zwar nur das Werkzeug eines Fotografen, aber wie auch in einer Werkstatt kann man seine Arbeit nicht mehr so ausführen, wie man es gewohnt ist, sollte es einmal zu einer Beschädigung dieses kommen.
Nachdem ich nun doch schon ein wenig länger fotografiere ist mir in meiner Laufbahn schon das ein oder andere Teil kaputt gegangen. Neben 2 Blitzen (einer aufgrund von Alterserscheinung, der andere, weil mir zweimal ein Getränk darüber geschüttet wurde) und dem Canon Kit Objektiv (verursacht durch eine bekannte Fehlkonstruktion seitens Canon) musste ich unter anderem auch schon ein paar Mal meine beiden Tamron Objektive 18-200mm und 17-50mm VC einschicken, da sich die Gummierung des Zoomrings geweitet haben. Diese wurden dank der 5 Jahre Garantie von Tamron gratis repariert. Grund hier ist einfach die widrigen Bedingungen, die in einer Disko für so ein Objektiv herrschen. Neben der Hitze und dem damit verbundenen schwitzigen Händen haben auch der Nebel und das ein oder andere verschüttete Getränk seinen Einfluss auf solche Schäden.
Tamron war so kulant und hat mir für das 18-200mm Objektiv einen neuen Zoomring zugeschickt, obwohl bei diesem schon die 5 Jahre Garantie abgelaufen sind.
Jedoch dachte ich mir als Maschinenbau Student, dass früher oder Später dasselbe Problem wieder auftreten wird, wodurch ich mich sträubte, den Gummi zu tauschen, vor allem weil dies das Haupt Objektiv ist, dass ich im Club 12zehn Weiden benutze
Stattdessen habe ich mich entschlossen eine Lösung dafür zu finden.
Nachdem der entsprechende Absatz des Objektivs vermessen war,habe ich mich dann anschließend im CAD mich daran gemacht einen ersten Entwurf zu konstruieren. Am Anfang wollte ich es als einfaches Alu-Dreh-Fräs Teil konzipieren, aber nachdem ich Arbeitsaufwand und die Materialkosten im Kopf überschlagen habe, entschloss ich mich doch dazu, eine 3D-Druck Lösung zu entwickeln, welches mir viel mehr Gestaltungsfreiheiten gab. Vor allem weil es an der FAU Erlangen-Nürnberg ein sogenanntes FAB-Lab gibt, indem man Zugang zu solchen 3D Druckern hat.
Nachdem dies beschlossen war, wollte ich nun nichtmehr bloß eine Lösung für das Problem finden, sogar noch eine Verbesserung anstreben. So habe ich mich vom Fokus-Mechanismus der Messsucherkameras inspirieren lassen und habe auf der Unterseite des Objektivs einen Hebel vorgesehen, mit dessen Hilfe man nun viel schneller und dennoch präzise Zoomen kann. Und nachdem ich dieses Objektiv nun schon über einen Monat so benutze, kann ich sagen, dass es sehr angenehm ist mithilfe des Hebels zu zoomen.
All dies war natürlich nur dank des Studiums möglich, da ich dadurch eine Lizenz für Creo bekommen habe und dessen Verwendung gelernt habe sowie den Zugang zu 3D-Druckern habe.