07/07/2026
Gegen den Strom
Wenn du mitten in der Angst noch lieben kannst, bist du gegen den Strom.
Wenn du mitten in der Armut noch geben kannst, bist du gegen den Strom.
Wenn du in deiner größten Freude nicht vergisst, wer dich froh gemacht hat, bist du gegen den Strom.
Wenn du mitten in deiner Trauer lächeln kannst und jemand anderen zum Lächeln bringst, bist du gegen den Strom.
Wenn du trotz all der gescheiterten Versuche weiter danach strebst, etwas Gelungenes zu schaffen, bist du gegen den Strom.
Wenn du trotz Rassismus deine Menschlichkeit bewahrst, bist du gegen den Strom.
Wenn du fern der Heimat bist, in den Sorgen der Fremde versinkst, und die Heimat trotzdem tief in dir trägst, bist du gegen den Strom.
Wenn deine Augen weinen vor Freude über das Glück eines anderen, bist du gegen den Strom.
Wenn du aussprichst, was du fühlst, ohne Angst vor Ablehnung, bist du gegen den Strom.
Wenn du glaubst, obwohl alles um dich herum diesen Glauben widerlegt, bist du gegen den Strom.
Es gibt viele, die gegen den Strom stehen, obwohl sie sich eigentlich wünschen, mit ihm zu schwimmen aber der Strom nimmt sie nicht auf, und sie selbst finden weder die Tür noch einen Platz in diesem fließenden Strom.
Also stellen sie sich ihm entgegen, oder stehen zumindest am Rand, bis sie einen Strom finden, der sie aufnimmt.
Und es gibt Menschen, die gegen den Strom stehen, nur weil sie gerne einfach anders sein wollen selbst wenn der Strom in die richtige Richtung fließt.
Und es gibt Menschen, die ihren eigenen Strom geschaffen haben und ihren eigenen Weg gehen mal kreuzen sich die Wege, mal begegnen sie sich, mal weichen sie von anderen Strömen ab.
Was ist richtig? Es gibt kein „Richtig“ außer dass du echt bist, ein Mensch, frei, und fähig zu lieben.
Dann bist du selbst der Hafen, nicht der Strom.
Captured with Passion 📷❤️