26/10/2026
Ein guter Plan hilft. Das Licht hält sich trotzdem selten daran.
Auf den Färöern liegen zwischen einem sonnigen Berghang und einer Küste im Nebel manchmal nur ein paar Kurven. Beim Sichten der Bilder fällt mir auf, wie unterschiedlich sich diese Reise allein durch das Licht anfühlt: mal klar und weit, mal dunkel und fast still.
Fotografisch finde ich genau das spannend. Eine Wolkendecke nimmt der Landschaft nicht automatisch ihre Wirkung. Sie verändert die Aufgabe: Welche Formen tragen das Bild? Wo entsteht Tiefe? Welcher helle Bereich zieht den Blick an?
Diese Fragen stelle ich mir auch bei Aufträgen. Planung gibt mir den Rahmen. Vor Ort muss ich beobachten und auf die tatsächlichen Bedingungen reagieren.
Für diese Serie habe ich weite Ansichten mit näheren Ausschnitten kombiniert. Felsen, Wasser, Gras und kleine Häuser geben den Bildern einen Rhythmus – und der Landschaft einen Maßstab.
Mein Lieblingslicht ist deshalb nicht immer das spektakulärste. Manchmal ist es das, bei dem ich genauer hinschauen muss.
Was spricht euch mehr an: die sonnigen Ansichten oder die Stimmung im Nebel?