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PS-Photography Photography, the immortality of a moment
Fotografie, die Unsterblichkeit eines Momentes

01/01/2024
Burg Sarre, errichtet zwischen dem 12. und 13. Jh. vom Grafen von Savoyen, wechselte im Laufe seiner Geschichte mehrfach...
07/05/2018

Burg Sarre, errichtet zwischen dem 12. und 13. Jh. vom Grafen von Savoyen, wechselte im Laufe seiner Geschichte mehrfach den Besitzer und erlangte großen Ruhm, als sie im 18. Jh. das Jagdschloss des Königs Vittorio Emanuele II. von Savoyen wurde. Von hier aus unternahm der König seine Jagdausflüge in die Berge des heutigen Gran Paradiso Nationalparks. Die Zugangsgalerie und der Trophäensalon der Burg zeugen mit ihren Verzierungen und Trophäen von ca. 3900 Steinböcken und unzähligen Gamsgehörnen vom damaligen Jagdeifer der Königsfamilie. Königs Vittorio Emanuele II. von Savoyen sorgte schließlich für ein Jagdverbot auf Steinböcke, die wegen des Jagddruckes in der gesamten Alpenregion nahezu ausgerottet waren. Die letzten ihrer Art überlebten schließlich um den Berg „Gran Paradiso“ mit seinen Tälern von Cogne, Rhemes und Valsavarenche und gab dem späteren Nationalpark seinen Namen. Alle heute in den Alpen vorkommenden Steinböcke wurden vom Gran Paradiso ausgewildert und der heutige Bestand gilt wieder als stabil.

EinsamkeitDas Gefühl der Einsamkeit ist von Mensch zu Mensch sehr variabel. Allein zu sein kann schon ein Auslöser sein,...
01/11/2016

Einsamkeit

Das Gefühl der Einsamkeit ist von Mensch zu Mensch sehr variabel. Allein zu sein kann schon ein Auslöser sein, niemanden zu haben, mit dem man sich unterhalten kann. Andere wiederum suchen diese Situation der Abgeschiedenheit, der Ruhe, fühlen sich komfortabel in der Natur mit all den Tieren um sie herum. Wer jedoch Alaska nicht kennengelernt hat, wird nie erfahren, was Einsamkeit wirklich ist und wird selbst mit der größten Gabe an Vorstellungsvermögen in diesen Weiten überfordert sein. Alaska ist beinahe fünfmal so groß wie Deutschland, hat aber noch eine Million weniger Einwohner, als Hamburg, die allermeisten verteilt auf Anchorage, Fairbanks und Juneau. Allein der Denali Nationalpark ist zehnmal so groß wie das Saarland. Fairbanks liegt noch weit südlicher als die Mitte Alaskas und hat bereits die nördlichsten Straßen dieses Staates. Von hier aus gibt es über 750 km nordwärts nichts mehr, außer Wildnis.

Das folgende Bild zeigt das Schotterbett des Teklanika Rivers im Herbst mit wenig Wasser. Nach der Schneeschmelze ist es ein reißender Strom. Würde man von hieraus mit einem Kanu zum Meer paddeln wollen, erreicht man nach ca. 100 km den Nenana River, ein 230 km langer Nebenfluss des Tanana Rivers, der wiederum nach gut 1000 km in den Yukon mündet. Nach weiteren 2500 km erreicht man schließlich das Beringmeer zwischen Alaska und Russland – und – man wird unter keiner einzigen Brücke mehr unterdurch paddeln. Das ist Alaska, Land der Bären, Elche und Karibus, die wohl letzte Region auf diesem Planeten, wo abends am Ufer eines der unzähligen großen Seen die Augen am Horizont entlang wandern und kein einziges Licht sehen, kein einziges nicht natürliches Geräusch mehr zu hören ist, nicht einmal mehr Kondensstreifen am Himmel sind - als wäre der Mensch noch nicht erschaffen worden.

01/11/2016
Zuhause bei Mr. BearIch hörte von schaurigen Geschichten über Menschen, die durch den Wald gejagt wurden, durch ihre Woh...
10/10/2016

Zuhause bei Mr. Bear

Ich hörte von schaurigen Geschichten über Menschen, die durch den Wald gejagt wurden, durch ihre Wohnung gehetzt, aus ihrem Zelt gezerrt; es wurden ihnen bei vollem Bewusstsein ganze Gesichtshälfen abgerissen oder bis auf wenige Überreste vollständig gefressen.

Es gibt aber auch Berichte und Dokumentationen über echte Freundschaften, wo beide Seiten nicht ohneeinander durchs Leben gehen oder Filmserien darüber, „Der Mann aus den Bergen“ zum Beispiel.

Es geht um den Braunbären oder Grizzly. Nur selten haben sie in ihrer Heimat gute Erfahrungen mit uns gemacht. In den überwiegenden Fällen können sie ihre schlechten Erlebnisse noch nicht einmal ihren Kindern weitergeben, um sie auf den Menschen vorzubereiten. Es wird ihnen beinahe instinktiv mitgegeben, uns besser aus dem Wege zu gehen, was ihnen nicht schwer fällt, denn nur wenige Meter neben dem Weg sind sie bereits unauffindbar versteckt.

Ihr einziger Feind, der ihn aus großer Distanz sofort töten kann, hat ihn zwischenzeitlich nahezu ausgerottet, weshalb er auf die Rote Liste kam. Inzwischen hat sich ihr Bestand zwar etwas erholt, doch dieser einzige Feind bedroht ihn schon wieder, diesmal durch den Klimawandel. Seinen nahen Verwandten, den Eisbären, werden unsere Enkel deshalb wohl nur noch im Zoo bedauern können.

Was an diesen Schauergeschichten und Freundschaften wirklich daran war, wollte ich selbst herausfinden, nicht durch Zoobesuche, Zeitschriften und Bücher oder Dokumentarfilme, sondern leibhaftig zuhause bei „Mr. Bear“. Im Zoo kennt man ihn und ist froh, dass ein tiefer Wassergraben, eine dicke Glasscheibe oder Gitter uns trennen, aber in der Wildnis? Das lag außerhalb meiner Vorstellungen. So nahm mich also meine Frau mit, Biologin und bärenerfahren durch einen Bärenforscher in der Chinitna Bay am Lake Clark Nationalpark in Alaska. Von ihr kam dann auch die Beruhigung: „…wenn wir eines von Bären lernen können, dann Toleranz!“

Was ich dann durch mehrere Aufenthalte im Katmai Nationalpark und anderswo erleben durfte, hat mich schließlich bewogen, es Kund zu tun und aufzuräumen mit alten Vorurteilen und falschen Ängsten.

Mr. Bear übrigens war eines der ältesten und weisesten Bären im Gebiet des Brooks Rivers. Wir waren bei ihm zu Besuch, denn der Wald und dieser Fluss waren sein zuhause – seine abwechslungsreiche Speisekammer, sein Esszimmer, sein Badezimmer, sein Wohnzimmer mit weich gepolsterter Couch und herrlichen Aussichten und sein Schlafzimmer für langes, erholsames Schlafen bei absoluter Stille. Mr. Bear war bereits in Rente und hatte keinen Stress mehr, weder in familiärer Hinsicht, noch mit Nachbarn. Er wurde von allen respektiert und er respektierte alle und, da er auch mit Menschen nie schlechte Erfahrungen machte, auch uns.

Ich kann nur jedem empfehlen, ähnliches zu erfahren, um wieder ins Reine zu kommen mit diesem wundervollen Mitbewohner, dem Grizzlybären, der kein feiges Todesurteil aus großkalibrigen Gewehren verdient hat.

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