JW Ostsee_Photographie

JW Ostsee_Photographie Freiberuflicher Fotograf aus Leidenschaft .Kleinunternehmer

"Es geht um Ihr Auge hinter der Kamera, wenn das Licht gerade richtig ist.Um die leichte Drehung des Gesichts Ihres Models, das die Wahrheit sagt.Dein Atem anzuhalten, wenn Sie fotografieren.Um die Nerven,den Spaß,die Angst,ob das etwas geworden ist.Es geht um den entscheidenen Moment"
" Sehr wichtig ist, dass man sich bei Porträtfotografie auf die wesentlichen, prägenden Elemente konzentriert.Bei Porträts sind die Augen immer am wichtigsten"
Joe McNally

Ist und bleibt immer am 1.6.
01/06/2026

Ist und bleibt immer am 1.6.

🎈 𝗛𝗲𝘂𝘁𝗲 𝗶𝘀𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝟭. 𝗝𝘂𝗻𝗶 – 𝗨𝗻𝘀𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗴! 𝗩𝗼𝗺 𝗠𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻𝗮𝗽𝗽𝗲𝗹𝗹 𝗯𝗶𝘀 𝘇𝘂𝗺 𝗙𝗮𝗰𝗸𝗲𝗹𝘇𝘂𝗴 𝗮𝗺 𝗔𝗯𝗲𝗻𝗱: 𝗦𝗼 𝗳𝗲𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝗗𝗗𝗥 𝗶𝗵𝗿𝗲 𝗞𝗶𝗻𝗱𝗲𝗿

Ja, auch wir Kinder hatten in der DDR unseren Feiertag. Wer in der DDR aufgewachsen ist, der weiß das natürlich – aber die Generation nach uns weiß es oft nicht mehr. Heute, am 1. Juni 2026, ist wieder der Internationale Kindertag. Und in einer Zeit, in der man Kinder gefühlt eher als organisatorische Belastung sieht denn als das Wertvollste, was eine Gesellschaft hat, lohnt sich ein Blick zurück, wie ernst dieser Tag bei uns einmal genommen wurde. ✨

𝗦𝗲𝗶𝘁 𝟭𝟵𝟱𝟬 – 𝗲𝗶𝗻 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗴 𝗳ü𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗝ü𝗻𝗴𝘀𝘁𝗲𝗻

Im ersten Jahr ihres Bestehens, 1950, führte die DDR den Internationalen Kindertag nach sowjetischem Vorbild ein. Offiziell verstanden als „Kampftag für die glückliche und friedliche Zukunft aller Kinder" – ein Titel, der heute pathetisch klingt, aber damals durchaus ernst gemeint war. Zur Premiere wurde 1950 in Dresden die berühmte 𝗣𝗶𝗼𝗻𝗶𝗲𝗿𝗲𝗶𝘀𝗲𝗻𝗯𝗮𝗵𝗻 eröffnet, eine echte kleine Schmalspurbahn, betrieben von Kindern und Jugendlichen selbst. In den Folgejahren wurde diese Tradition fortgeführt – viele der Pioniereisenbahnen, die heute noch in Sachsen, Brandenburg und Thüringen fahren, hatten ihre feierliche Einweihung an einem 1. Juni. 🚂

Der Tag stand in der DDR im Kalender wie ein offizielles Datum – jeder kannte ihn, jeder freute sich darauf, jeder bereitete sich darauf vor. Für Schulkinder war er ein Glückstag: am Vormittag gab es 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 𝗿𝗲𝗴𝘂𝗹ä𝗿𝗲𝗻 𝗨𝗻𝘁𝗲𝗿𝗿𝗶𝗰𝗵𝘁. Die Aufregung begann oft schon Tage vorher, weil man wusste, dass etwas Besonderes wartete.

𝗗𝗲𝗿 𝗧𝗮𝗴𝗲𝘀𝗮𝗯𝗹𝗮𝘂𝗳 – 𝘃𝗼𝗺 𝗠𝗼𝗿𝗴𝗲𝗻 𝗯𝗶𝘀 𝗶𝗻 𝗱𝗶𝗲 𝗔𝗯𝗲𝗻𝗱𝘀𝗼𝗻𝗻𝗲

In den Schulen lief der 1. Juni nach einem festen Muster ab. Am Morgen versammelten sich alle Klassen auf dem Schulhof zum 𝗙𝗮𝗵𝗻𝗲𝗻𝗮𝗽𝗽𝗲𝗹𝗹. Auszeichnungen wurden vergeben: an besonders fleißige Schüler, an Pionierkollektive, die sich im laufenden Jahr durch gute Leistungen oder soziale Initiativen hervorgetan hatten. Es gab Urkunden, manchmal ein Buch als Prämie, gelegentlich eine kleine Medaille. Das war kein Zufall, sondern ein bewusstes Signal: Hier seid ihr wichtig, hier seht ihr, dass eure Mühen anerkannt werden. Wertschätzung war ein verbindendes Element des Tages, kein Lippenbekenntnis. 🏅

Nach dem offiziellen Teil ging es ins lockere Programm. Auf dem Schulhof oder einer nahegelegenen Festwiese wurden 𝗦𝗽𝗶𝗲𝗹𝘀𝘁ä𝗻𝗱𝗲, 𝗕𝗮𝘀𝘁𝗲𝗹𝘀𝘁𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗦𝗽𝗼𝗿𝘁𝘄𝗲𝘁𝘁𝗸ä𝗺𝗽𝗳𝗲 aufgebaut. Häufig halfen die 𝗣𝗮𝘁𝗲𝗻𝗯𝗿𝗶𝗴𝗮𝗱𝗲𝗻 der Schule mit – die Werktätigen aus dem zugeordneten Betrieb, die ohnehin regelmäßig mit der Schule verbunden waren, opferten ihren Vormittag, um die Stände zu betreuen oder Programmpunkte zu organisieren. Es gab Kasperletheater, Karussells in den Städten, manchmal Klassenausflüge in die nächste Bezirksstadt oder einen Tagesausflug in einen Park.

In den Wohngebieten organisierten 𝗛𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝗺𝗲𝗶𝗻𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗲𝗻 ihre eigenen Feiern. Im Neubaugebiet Rostock-Dierkow ist eine bekannte Aufnahme von 1989 dokumentiert: Zwölf Mietparteien eines Hochhauses richteten im Wohnaufgang gemeinsam ein Picknick aus, mit allem Drum und Dran für die Kinder. In Berlin-Marzahn standen Kinderdiskotheken vor den Hochhausblocks, Kremserwagen mit lachenden Kindern fuhren durch die Straßen Hellersdorfs, Leipzig-Grünau hatte 1987 einen großen Andrang bei seiner Kindertagsfeier. Das war kein staatlich verordnetes Schauspiel, sondern Initiative der Nachbarschaften, die ihren Kindern einen schönen Tag machen wollten. 🎪

𝗗𝗶𝗲 𝗚𝗲𝘀𝗰𝗵𝗲𝗻𝗸𝗲

Geschenke gehörten dazu, fast überall. Ein Buch von Mutti, eine Tafel Schokolade von Vati, vielleicht ein neues Spielzeugauto oder eine Puppe, manchmal ein neuer Wachsmalstift-Kasten oder ein Springseil. Bei den Erziehern und Lehrern in Kindergarten und Schule gab es ebenfalls kleine Aufmerksamkeiten – ein selbstgebackener Kuchen, eine Brause, Süßigkeiten in Tüten. In manchen Familien war es das erste Mal im Jahr nach dem Geburtstag, dass es überhaupt ein Geschenk gab. Und genau weil es kein Geburtstag war, fühlte es sich besonders an: nicht nur du persönlich wirst gefeiert, sondern alle Kinder gemeinsam. 🎁

In dem DDR-Erziehungsratgeber „Bald bin ich ein Schulkind" stand eine Anleitung für die Eltern, die heute fast rührend wirkt: „Gestalten Sie den Kindertag zu einem besonderen Ereignis! Dazu gehört gar nicht viel: ein nett gedeckter Tisch, ein kleines Geschenk, lustige Spiele in einer Kindergemeinschaft und abends der Fackelzug. Lassen Sie Ihr Kind an diesem Tag ruhig einmal etwas länger aufbleiben als sonst!"

𝗗𝗲𝗿 𝗙𝗮𝗰𝗸𝗲𝗹𝘇𝘂𝗴 𝗮𝗺 𝗔𝗯𝗲𝗻𝗱

Den Abschluss bildete in vielen Städten und Gemeinden der 𝗮𝗯𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲 𝗙𝗮𝗰𝗸𝗲𝗹𝘇𝘂𝗴. Die Pionierorganisation organisierte Umzüge durch die Wohngebiete, oft mit selbstgebastelten Lampions an Stäben. Die Kinder durften aufbleiben, mitlaufen, sich wichtig fühlen. Die Erwachsenen standen am Straßenrand und winkten. Und am Ende eines langen Tages voller Spiele, Geschenke, Wettkämpfe und Schokolade fiel man todmüde ins Bett – aber mit dem Gefühl, dass man im Mittelpunkt gestanden hatte. Dass die Welt einen Tag lang um einen selbst gekreist war.

𝗨𝗻𝗱 𝗵𝗲𝘂𝘁𝗲?

Manche der östlichen Bundesländer haben den 1. Juni als Kindertag nach der Wiedervereinigung beibehalten oder wieder eingeführt. In Thüringen ist seit 2019 der 20. September Feiertag und arbeitsfrei – allerdings als Weltkindertag, nicht als Internationaler Kindertag. In den meisten westlichen Bundesländern hat man entweder den September-Termin übernommen oder gar keinen festen Kindertag. Eine zentrale, gesellschaftlich getragene Feier, wie sie damals in der DDR stattfand, gibt es nirgends mehr. ❓

Stattdessen lesen wir die aktuellen Schlagzeilen: Kinderarmut auf Rekordniveau, Schulen verfallen, Lehrermangel überall, Bildungsstand sinkt seit Jahren, Aggression gegen Kinder und Jugendliche in der Öffentlichkeit nimmt zu, Kinderpsychologen kommen nicht mehr hinterher. Wertschätzung sieht anders aus, als das Beklagen einer „nicht systemrelevanten" Gruppe in Pandemiezeiten, als die Schließung der Spielplätze und Schulen, als die Entkopplung der Kinder vom gesellschaftlichen Mittelpunkt.

Bei uns Ostdeutschen gibt es deshalb viele, die heute, am 1. Juni, in der eigenen Familie oder mit den Enkeln immer noch den Kindertag begehen. Mit einem kleinen Geschenk, mit einem Eis, mit einem Tag im Park. Manche traditionen lässt man eben nicht so einfach los, vor allem nicht, wenn sie etwas Schönes und Verbindendes hatten. ❤

𝘝𝘪𝘦𝘭𝘭𝘦𝘪𝘤𝘩𝘵 𝘸𝘢𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘥𝘢𝘴 𝘌𝘪𝘨𝘦𝘯𝘵𝘭𝘪𝘤𝘩𝘦 𝘢𝘯 𝘥𝘢𝘮𝘢𝘭𝘴: 𝘥𝘢𝘴𝘴 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘌𝘭𝘵𝘦𝘳𝘯, 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘓𝘦𝘩𝘳𝘦𝘳, 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘕𝘢𝘤𝘩𝘣𝘢𝘳𝘯, 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘗𝘢𝘵𝘦𝘯𝘣𝘳𝘪𝘨𝘢𝘥𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘶𝘯𝘴𝘦𝘳𝘦 𝘌𝘳𝘻𝘪𝘦𝘩𝘦𝘳 𝘢𝘯 𝘦𝘪𝘯𝘦𝘮 𝘛𝘢𝘨 𝘪𝘮 𝘑𝘢𝘩𝘳 𝘢𝘭𝘭𝘦𝘴 𝘴𝘵𝘦𝘩𝘦𝘯 𝘶𝘯𝘥 𝘭𝘪𝘦𝘨𝘦𝘯 𝘭𝘪𝘦ß𝘦𝘯, 𝘶𝘮 𝘶𝘯𝘴 𝘻𝘶 𝘻𝘦𝘪𝘨𝘦𝘯: 𝘐𝘩𝘳 𝘴𝘦𝘪𝘥 𝘶𝘯𝘴 𝘸𝘪𝘤𝘩𝘵𝘪𝘨. 𝘞𝘪𝘳 𝘧𝘦𝘪𝘦𝘳𝘯 𝘦𝘶𝘤𝘩. 𝘜𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘴 𝘩𝘢𝘵 𝘴𝘪𝘤𝘩 𝘬𝘦𝘪𝘯 𝘒𝘪𝘯𝘥 𝘥𝘢𝘮𝘢𝘭𝘴 𝘢𝘶𝘴𝘨𝘦𝘥𝘢𝘤𝘩𝘵 𝘰𝘥𝘦𝘳 𝘷𝘦𝘳𝘥𝘪𝘦𝘯𝘵 – 𝘦𝘴 𝘸𝘢𝘳 𝘦𝘪𝘯𝘧𝘢𝘤𝘩 𝘴𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵𝘷𝘦𝘳𝘴𝘵ä𝘯𝘥𝘭𝘪𝘤𝘩. 𝘜𝘯𝘥 𝘨𝘦𝘯𝘢𝘶 𝘥𝘢𝘴 𝘸𝘢𝘳 𝘥𝘢𝘴 𝘎𝘦𝘴𝘤𝘩𝘦𝘯𝘬.

𝗡𝗼𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻 𝗪𝗼𝗿𝘁 𝗶𝗻 𝗲𝗶𝗴𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗦𝗮𝗰𝗵𝗲 😊

Was hier gar nicht geht: pöbeln, beleidigen und den Anstand vergessen. Eigentlich waren die Ossis ja immer nett zueinander, aber manchmal verirrt sich jemand hierher, der seine Höflichkeit irgendwo zwischen Wohnmobil-Stellplatz und Treuhand-Aktenarchiv verloren hat. Wer so auftritt, wird blockiert und von dieser Seite entfernt – samt allem was er hier veröffentlicht hat. Solche Menschen sind hier nicht willkommen. Alle anderen: Herzlich willkommen! 🤝

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𝗪𝗮𝗿𝘂𝗺 𝘄𝗶𝗿 𝗸𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗢𝗿𝗶𝗴𝗶𝗻𝗮𝗹𝗳𝗼𝘁𝗼𝘀 𝘃𝗲𝗿𝘄𝗲𝗻𝗱𝗲𝗻

Die Bilder in unseren Beiträgen sind grundsätzlich KI-generiert und haben Symbolcharakter – nicht mehr und nicht weniger. Das hat einen klaren Grund. Jedes Originalfoto unterliegt dem Urheberrecht: Nicht nur der Fotograf hat Rechte an der Aufnahme, sondern auch die abgebildete Person besitzt Persönlichkeitsrechte an ihrem Bild. Das Urheberrecht des Fotografen gilt grundsätzlich bis siebzig Jahre nach dessen Tod. Wer einfach irgendwo im Netz Bilder zusammenklaubt und auf seine Seite, Pinnwand oder in eine Gruppe stellt, begeht eine Rechtsverletzung. Das gilt für kommerzielle Auftritte genauso wie für rein private. Jeder normal denkende Mensch weiß das eigentlich. Wir halten uns daran.

DDR-Fahne und Wappen sind in den KI-Bildern ein Augenzwinkern, oftmals versteckt, und kein politisches Manifest. Das verstehen alle, die damals groß geworden sind. Findest du das DDR-Wappen auch im Bild? 😉

12/05/2026
Vor Stoltera zeigte sich diese Robbe heute .
10/08/2024

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05/07/2024

Die bessere Mannschaft hat gewonnen und Deutschland mal nicht durch Elfmeterschießen. Die Spanier waren das 1 Tor besser. Toni hätte schon nach 10 Minuten Gelb sehen müssen.Der Schiedsrichter war garantiert nicht Schuld, dass die Spanier gewonnen haben. Nagelsmann hat jedenfalls eine gute Deutsche Mannschaft aufgebaut. Glückwunsch dazu.
Endspiel Spanien-Frankreich

Meine Hängematte ist schon für den Sommer bereit .Ostseebad Nienhagen. Gespensterwald.
25/02/2024

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22/06/2023

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Ostseeküste- Zingst
19/03/2023

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Bad Muskau ,Schloss Pückler
07/12/2022

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