30/01/2023
Die Intelligenz dieser Tiere zeigt sich am besten wenn Orcas jagen. Dabei muss man deutlich unterscheiden in welcher Region der Erde man sich befindet, denn das ist tatsächlich ausschlaggebend dafür was und auch wie Orcas jagen.
Auf der Südhalbkugel werden Orcas in Typen (A, B, C, D) unterschieden. Der Typ B hat dabei eine sehr spezielle Taktik entwickelt wenn sie auf Robbenjagd gehen. Dabei wird eine Robbe gesucht die auf einer Eisscholle liegt, diese wird durch gezielte Wellen zerkleinert. Im Anschluss schwimmen 3 oder 4 Orcas nebeneinander und tauchen kurz vor der Eisscholle rapide ab, dabei entsteht eine Welle die die Robbe ins Wasser spühlt. Die dahinter wartenden Orcas müssen dann nur noch zupacken. Oft sieht man dabei Szenen wie die Robben durch die Luft geschleudert werden, was zunächst wie ein grausames Spiel erscheint dient der Erziehung jüngerer Orcas. Dabei werden Jagdtechniken und Verhalten weitergegeben.
Im Norden hingegen unterscheidet man zwischen Resident, Transient und Offshore. Das heißt man unterscheidet zwischen ortstreuen bzw. küstenah, wandernden und im offenen Meer lebenden Orcas. Meine Wenigkeit hatte dabei mit resident Orcas zu tun. Diese ändern das Revier nur saisonal bedingt, je nachdem wo sich die Fischschwärme aufhalten. Zunächst suchen Einzeltiere das Gebiet nach den Schwärmen ab, sobald gefunden erfolgt ein kurzer Intervall der Kommunikation über Standort und Göße. Als nächsten tauchen mehrere Orcas ab, schwimmen untern den Heringsschwarm und zeigen ihre weiße Unterseite. Das treibt die Heringe nach und nach zur Oberfläche wo die andere Jäger mit der Schwanzflosse in den Schwarm schlagen und dabei die Heringe betäuben. Danach müssen sie nur noch die einzelnen Fische die betäubt im Wasser treiben aufnehmen.
Andere Nahrungsquellen sind noch Pinguine, kleinere Wale oder auch Delfine, ebenfalls wurde auch die Jagd auf Haie dokumentiert wobei dies ein eher seltenes Erlebnis ist. Kurz und kanpp kann man sagen das Orcas durchaus zur Spitze der Nahrungskette gehören.