24/09/2023
TW: Tod
Letzte Woche wurde "unser" Eichhörnchen angefahren. Auf dem Weg zur Schule, um mein Kind abzuholen, lag es tot auf dem Parkstreifen.
Bei uns wohnen viele Eichhörnchen, aber irgendwie wusste ich direkt, dass dieses "unser" war. Dass so häufig durch unseren Garten flitzte, durch die Äste sprang, am Holzanbau hoch aufs Dach kletterte und uns manchmal sogar von unserem Terrassentisch drinnen am Esstisch beobachtete.
Es hat mich voll erwischt. Meine Kinder waren überrascht, wie sehr ich weinen musste, wie sehr es mich umgehauen hat.
Mich hat es überrascht, wie souverän sie mit dem Tod umgehen konnten. Wie sehr er für sie "normal" ist und zum Leben dazu gehört.
Wie eindeutig feststand, dass wir es bei uns in Garten begraben würden und dass die Kinder mithalfen, das Loch auszuheben. Wie viel weniger Berührungsangst sie mit einem toten Lebewesen haben als ich.
Wie liebevoll sie mich in den Arm nahmen und sagten, "Mama, ich bin auch traurig. Wir kümmern uns jetzt um das Eichhörnchen".
Danke, dass ich mich nun von meinem "man weint doch nicht um ein Wildtier" verabschieden konnte und einfach traurig sein darf, wenn die Traurigkeit kommt.
Danke an alle Kinder und Tiere, die einfach sie selbst sind und uns daran erinnern, unsere Zeit zum "Ich sein" zu nutzen.