03/09/2026
Make love, not war !
Dieser Post unterscheidet sich deutlich von denen, die ich bisher veröffentlicht habe, doch es gibt da etwas, was ich einfach mal loswerden muss.
Ich gebe zu, wenn ich mir dieser Tage die Nachrichten anschaue, dann geht das nicht spurlos an mir vorrüber.
Eine solch agressive Rhetorik und die vollständige Abwesenheit einer spürbaren Gegenbewegung habe ich zu meinen Lebzeiten so noch nicht erlebt (zumindest nicht in Deutschland). Da geht es unter Anderem um "den Feind", "kriegstüchtigkeit", und den "Kampf bis zum Sieg".
In den letzten Jahren habe ich Massendemontrationen für "schwarzes Leben", für die Rettung des Klimas (was auch immer das bedeutet), für sexuelle Selbsbestimmung und die Anerkennung von x-Geschlechtern, für die Menschen in den palestinensischen Gebieten und natürlich gegen rechts (und was auch immer das bedeutet) erlebt. In jedem Fall ging es meist, den Aussagen der Teilnehmer zu folge, um nichts geringeres als die Rettung der Menschheit.
Und was ist jetzt, wo sich Europa in einer sich beständig beschleunigenden Spirale kriegerischer Auseinandersetzung befindet, deren finales Ergebnis das Potential hat den letzten Weltkrieg auszulösen ? Weitestgehende Stille auf europäischen Strassen.
Und da hilft es mir auch nicht, dass ich mich ein paar tausend Kilometer enfernt befinde, denn meine Familie und meine Freunde (einer davon in Russland geboren) leben schließlich in Deutschland.
Wo sind all die Intellektuellen, die Religionsgemeinschaften, all die selbsternannten Meinungsmacher und all die Kämpfer für Frieden und Gerechtigkeit ?
Ich bete dafür (das tue ich wirklich) dass wir (die Menschen, die das am Ende ausbaden müssten, denn kein Innen- oder Verteidigungsminister, kein Vordstandsmitglied eines Rüstungskonzernes, kein EU Abgeordneter wird seine Kinder an die Front entsenden) aufwachen und die Notbremse ziehen.