04/07/2026
Sie war schüchtern. Diszipliniert, sportlich – aber oft zu zurückhaltend, wie sie selbst sagte. Deshalb hatte sie sich drei Dinge vorgenommen: einen Redekurs, einen Jumping-Sprung aus großer Höhe und ein SelfLove- & Empowerment-Shooting.
Den Sprung schaffte sie trotz Höhenangst. Es hat sehr viel Überwindung und Mut gekostet. Sehr gestärkt ist sie zu einer Fotografin gegangen und es ist schwieriger erwiesen, als gedacht. Die Fotografin war sehr nett und professionell, hat sie aber stendig ermutigt, emotionen von der Kamera zu zeigen, welche sie nicht gefühlt hatte. Dort fühlte sie sich wie in einer Rolle. Sie sollte Gefühle zeigen, die sie gar nicht empfand.
„Ich möchte es noch einmal versuchen“, sagte sie. „Aber diesmal möchte ich nicht spielen.“
Am Anfang war sie sichtlich unsicher und entschuldigte sie sich immer wieder: für ihren Bauch, ihre Beine, ihre Unsicherheit.
Dann wurde es langsam stiller. Nicht sofort. Eher langsam, fast unmerklich. Die Schultern sanken. Die Hände suchten nicht mehr nach einer Aufgabe. Ihr Blick hörte auf, um Erlaubnis zu bitten.
Nach dem Shooting fragte ich:
„Ich hoffe, es war nicht sooo anstrengend wie der Jumping-Sprung?“
Sie lächelte.
„Es war wie ein Sprung – nur in mich selbst...“