16/06/2025
Erst das Vergnügen, dann die Arbeit (Teil 1)!
Kaum ruft der richtige Kumpel an, schon wird es spannend.
Letzten November meldet sich Ralf, ob ich am Wochenende Zeit hätte. Ralf ist ein echt cooler Typ, lebt mit seiner Frau auf seinem selbst entworfenen Hausboot und kennt wahrscheinlich deutschlandweit alle Wasserstraßen.
Am Telefon kommt er ohne langes Geplapper gleich zur Sache und erzählt, daß an besagtem Wochenende drei Hausboote von Lahnstein nach Merzig überführt werden sollten. Etwa 250 km, auf dem Wasserweg versteht sich. Geplant waren etwa sieben bis acht Tage und zwei Mann Besatzung pro Hausboot.
Ok, kurz überlegt und eine Stunde später gehörte ich zur Besatzung. Freitags den Koffer gepackt und sehr warme Klamotten zusammen gesucht. Samstags früh losgefahren und mich mit Harald getroffen, der die Boote gekauft hatte. Die anderen Jungs waren schon seit Freitag unterwegs, wussten also schon, wie der Hase läuft.
Am Steg angekommen, wurde kurz der Plan für den Tag gemacht, jeder Mannschaft eine Kanne frisch gebrühten Kaffee ausgehändigt und los ging es. Ich kann euch sagen, so schnell habe ich noch nie Kaffee getrunken wie auf dieser Tour. Du sitzt am Ruder und nach zwei Minuten steigt kein Qualm mehr aus der Tasse 🥶.
Aber gefühlt haben wir uns wie die Großen, drei alte Hausboote auf der Mosel, zwischen all den großen Kähnen und ihren Wellen, durch viele Schleusen durch und in einigen Häfen angelegt.
Eines Abends erzählt mir Harald, im Frühjahr 2025 bräuchte er Fotos von einem der Hausboote für ihre Webpräsenz. Über die Wintermonate sollten sie wieder frisch gemacht werden und für die kommende Saison für Touristen im Hafen Merzig bereitstehen. Einfach nur im Hausboot auf dem Wasser Urlaub genießen oder führerscheinfrei auf der Saar schippern.
Was kann ich jetzt noch sagen - zwei unvergessliche Tage mit den Jungs unter härtesten Bedingungen mordsmässig Spaß gehabt 🫡
̈hrerscheinfrei