Ljuba Gonchar | Photography

Ljuba Gonchar | Photography Fotografin aus der Pfalz
Im Mittelpunkt meiner Arbeit stehst du - ohne atemberaubende Fotos lasse ich dich nicht gehen.

HOCHZEIT | PORTRAIT | BABYBAUCH | FAMILIE | BUSINESS
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Ich war am Samstag endlich mal wieder Gast auf einer Hochzeit und habe festgestellt: Ich bin als normaler Mensch für Hoc...
16/06/2026

Ich war am Samstag endlich mal wieder Gast auf einer Hochzeit und habe festgestellt: Ich bin als normaler Mensch für Hochzeiten leider nicht mehr vollständig geeignet. Also wirklich.

Ich war eingeladen. Als Gast. Ohne Kamera. Ohne Auftrag. Ohne Verantwortung. Ohne dass irgendjemand von mir erwartet hat, dass ich zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin.Theoretisch hätte ich einfach essen, trinken, lachen und emotional werden können.
Theoretisch.

Praktisch saß ich da wie eine Frau, die zwar frei hat, deren Gehirn aber leider vergessen hat, den Dienstmodus zu deaktivieren. Ich sehe Licht und denke nicht: „Oh schön, Sonne.“
Ich denke: „Bitte nicht direkt von oben, sonst sind gleich alle Augenhöhlen dunkel wie meine Seele nach der Steuererklärung.“ Ich sehe eine Umarmung und meine rechte Hand zuckt kurz, als würde sie nach einer Kamera greifen, die gar nicht da ist. Ich sehe einen emotionalen Moment und denke: „Oh Gott, wie schön.“
Und direkt danach:„Hoffentlich hat das jemand festgehalten.“

Es ist schlimm mit mir.

Ich kann nicht mal entspannt irgendwo sitzen, ohne automatisch die Umgebung zu scannen.
Wo ist das Brautpaar?
Wer weint gleich?
Wer lacht zu laut?
Wo steht die Oma?
Welches Kind wird in den nächsten sieben Sekunden durchs Bild rennen?
Warum denke ich überhaupt über Bilder nach? Ich habe doch gar keine Kamera dabei. Berufskrankheit. Ganz klar.

Ich wollte wirklich einfach nur Gast sein.
Ein Mensch mit vollem Glas, unbequemen Schuhen und dem festen Vorsatz, nicht bei jedem schönen Moment innerlich „KLICK“ zu machen.

Hat mittelgut funktioniert.

Aber es war auch schön, Hochzeiten mal wieder von der anderen Seite zu erleben. Nicht durch den Sucher.
Nicht mit Zeitplan im Kopf. Sondern einfach mittendrin.
Zwischen Lachen, Musik, Umarmungen, Essen, Gesprächen und diesem kleinen warmen Gefühl, das Hochzeiten eben auslösen, wenn zwei Menschen sich anschauen und man denkt:Ach.

Liebe ist schon ziemlich schön.
Auch ohne Kamera in der Hand.

Oder sagen wir: Fast. 😄

Was ist eure Berufskrankheit? Ich sammle aus rein wissenschaftlichen Gründen.

Ich habe neulich darüber nachgedacht, was für komplett absurde Sätze ich während eines Shootings sage.Also wirklich.Wenn...
31/05/2026

Ich habe neulich darüber nachgedacht, was für komplett absurde Sätze ich während eines Shootings sage.
Also wirklich.

Wenn man mich ohne Kontext hören würde, müsste man mich wahrscheinlich irgendwo melden.

„Kinn ein kleines bisschen runter. Nein, nicht traurig. Nur teuer.“
„Schulter locker. Aber nicht so locker, dass du aussiehst, als hättest du innerlich gekündigt.“
„Dreh dich minimal zu mir. Minimal. Nein, das war jetzt eine politische Kehrtwende.“
„Lach mal nicht schön, lach mal echt.“
„Warte, bleib genau so. Nicht atmen. Doch, atmen schon. Aber nicht bewegen.“
„Die Hand sieht gerade aus, als wüsste sie nicht, warum sie eingeladen wurde.“
„Mach mal mit den Augen so, als würdest du jemanden mögen, aber nicht brauchen.“
Ich liebe es.

Dieses absurde kleine Theater zwischen Licht, Körper, Unsicherheit und Vertrauen.
Am Anfang stehen viele Menschen vor mir wie bei einer Passkontrolle mit emotionalem Schaden. Alles angespannt. Alles unter Beobachtung. Jede Bewegung wird hinterfragt.

Und dann passiert es irgendwann.
Die Schultern werden weicher. Das Lachen kommt schneller. Die Hände finden plötzlich heraus, dass sie tatsächlich zum Körper gehören. Der Blick wird klarer.

Und ich stehe da mit meiner Kamera und sage irgendeinen weiteren Satz, der außerhalb dieses Rahmens absolut keinen Sinn ergeben würde.

„Ja genau so. Das ist schön. Bleib da.“
Und für einen Moment ist alles richtig.
Auch wenn die Hand immer noch nicht weiß, warum sie eingeladen wurde.

Es geht nicht darum, möglichst perfekt schwanger auszusehen. Nicht darum, dass alles nach Pinterest aussieht. Nicht daru...
20/05/2026

Es geht nicht darum, möglichst perfekt schwanger auszusehen. Nicht darum, dass alles nach Pinterest aussieht. Nicht darum, dass du dich in ein Kleid zwängst, in dem du dich nicht bewegen kannst, nur weil es auf irgendeinem Moodboard schön aussah.

Es geht um diesen kurzen, verrückten, besonderen Abschnitt, in dem dein Körper gerade ein ganzes kleines Leben trägt.

Und ja, ich weiß: Viele Frauen fühlen sich in dieser Zeit nicht jeden Tag wunderschön.

Manchmal fühlt man sich eher wie ein sehr müder Wal mit Sodbrennen, Rückenschmerzen und ungefähr drei funktionierenden Gehirnzellen. Ich weiß wovon ich spreche. Man weiß nicht, was man anziehen soll, fühlt sich aufgedunsen, fremd im eigenen Körper und fragt sich, ob man vor einer Kamera wirklich weich, schön und entspannt aussehen kann.

Kann man.

Nicht, weil du dich verstellen musst.
Sondern weil ich dich anleite.

Ich achte auf Licht, Haltung, Hände, Blick, Kleidung, kleine Bewegungen und darauf, dass du dich nicht allein gelassen fühlst vor der Kamera.

Ein gutes Babybauchshooting darf ruhig sein. Weich. Intim. Ein bisschen magisch, aber bitte ohne diesen unangenehmen Druck, dabei aussehen zu müssen wie eine schwangere Waldgöttin kurz vor dem Vogue-Cover.

Du darfst lachen.
Du darfst unsicher sein.
Du darfst Pausen brauchen.
Du darfst sagen, wenn etwas unbequem ist.

Denn diese Bilder sind nicht nur für jetzt.
Sie sind für später.
Für den Moment, in dem du irgendwann zurückschaust und kaum glauben kannst, dass dein Körper das alles getragen hat. Diese Müdigkeit. Diese Vorfreude. Diese Angst. Dieses Wunder. Dieses kleine Leben.

Babybauchfotos halten nicht nur fest, wie du aussahst.

Sie halten fest, was dein Körper gerade geleistet hat. Und das verdient gesehen zu werden.

Sonntag hat bei mir immer dieses merkwürdige Licht.Weich genug, um kurz zu glauben, dass alles gut ist. Aber hell genug,...
17/05/2026

Sonntag hat bei mir immer dieses merkwürdige Licht.

Weich genug, um kurz zu glauben, dass alles gut ist. Aber hell genug, um die Wäsche in der Ecke, die offenen Tabs im Kopf und die kommende Woche im Nacken nicht komplett ignorieren zu können.

Morgens denke ich noch: Heute mache ich es langsam. Heute trinke ich Kaffee in Ruhe. Heute räume ich vielleicht ein bisschen auf, aber ohne Druck. Heute bin ich eine Frau, die ihr Leben im Griff hat und vielleicht sogar frische Bettwäsche bezieht.

Gegen 14 Uhr sieht die Realität dann meistens anders aus.

Der Kaffee ist kalt.
Die Wäsche liegt immer noch da.
Ich habe dreimal aufs Handy geschaut, um mich „kurz zu entspannen“, und plötzlich weiß ich, wie fremde Menschen in Norwegen ihre Küche renoviert haben.
Im Kopf öffnet sich langsam die Montagsliste.
Und irgendwo zwischen „Was essen wir heute?“ und „Ich müsste eigentlich noch…“ merke ich, wie diese Sonntagsmelancholie durchs Fenster kriecht.

Sonntag hat bei mir immer ein bisschen den Geschmack von früher.

Hausaufgaben, die ich nicht gemacht habe.
Badewasser.
Tatort-Geräusche aus dem Wohnzimmer.
Das Gefühl, dass etwas zu Ende geht, obwohl eigentlich nichts Schlimmes passiert ist.

Vielleicht ist Sonntag deshalb so seltsam.

Er hält uns kurz an. Und wenn man kurz anhält, hört man plötzlich alles, was unter der Woche vom Lärm überdeckt wird.

Die Müdigkeit.
Die Sehnsucht.
Die kleinen Sorgen.
Den Wunsch, dass die nächste Woche bitte freundlich zu einem ist.

Ich versuche heute, nicht direkt in den Montag zu fallen.

Nicht alles noch schnell zu erledigen.
Nicht innerlich schon Termine abzuarbeiten.
Nicht so zu tun, als müsste ich mich auf die Woche vorbereiten wie auf eine kleine Naturkatastrophe.

Vielleicht reicht es, heute einfach Sonntag sein zu lassen.

Mit kaltem Kaffee.
Mit Wäsche.
Mit ein bisschen Melancholie.
Und mit der Hoffnung, dass Montag diesmal nicht komplett persönlich wird.

Wie geht’s euch sonntags? Liebt ihr Sonntag oder fühlt ihr auch immer diesen kleinen inneren Windows-Update-Moment?

„Ich gefalle mir nur auf zufälligen Fotos.“Der Satz fällt bei Shootings wirklich SO oft 😄 Und ja — manchmal mag ich spon...
14/05/2026

„Ich gefalle mir nur auf zufälligen Fotos.“
Der Satz fällt bei Shootings wirklich SO oft 😄 Und ja — manchmal mag ich spontane Bilder von mir auch lieber als geplante.

ABER:
Wenn gute Fotos wirklich nur Zufall wären, könnten wir auch einfach unserem 2-Jährigen das Handy in die Hand drücken und hoffen, dass schon irgendwas Brauchbares entsteht 😂

Tut es aber meistens nicht.

Denn spontane Fotos von anderen sehen oft eher so aus:
✨ halb geschlossene Augen
✨ irgendwo zwischen Lachen und Kauen
✨ Haltung wie eine Garnele
✨ Doppelkinn aus einer Perspektive, von der man nicht mal wusste, dass sie existiert
✨ und natürlich IMMER der Moment mitten im Satz 😄

Besonders beliebt:
Die „Warte mal, ich mach schnell ein Foto“-Bilder vom Partner 😂
Du denkst: „Ach ist er süß.“
Und 0,2 Sekunden später siehst du aus, als wärst du seit 3 Tagen ohne Schlaf unterwegs. Darauf folgt dann meistens: „Aber Schatz, du bist doch wunderschön.“
Und währenddessen sinkt der Selbstwert noch ein kleines Stück tiefer in den Keller 😄

Und genau da liegt der Unterschied:
Wenn wir uns auf einem „zufälligen“ Foto gefallen, dann sind plötzlich ganz viele Dinge gleichzeitig richtig gewesen:
✨ Licht
✨ Perspektive
✨ Haltung
✨ Outfit
✨ Emotion
✨ Timing

Und meine Arbeit ist es, genau das NICHT dem Zufall zu überlassen.

Ich plane mit euch:
welche Kleidung funktioniert,
welches Licht schön ist,
welche Location passt,
wann die beste Uhrzeit ist und wie ihr euch vor der Kamera wirklich wohlfühlt.

Die meisten Menschen sind nicht unfotogen.
Sie brauchen nur jemanden, der weiß, wie man sie richtig sieht 😌

Bilder werden mit der Zeit immer wertvoller. Vor allem die, auf denen man selbst viel zu selten zu sehen ist.❤️         ...
11/05/2026

Bilder werden mit der Zeit immer wertvoller. Vor allem die, auf denen man selbst viel zu selten zu sehen ist.❤️

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Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass jemand zu mir gesagt hat:„Ich bereue es, Babybauchfotos gemacht zu haben.“Aber i...
16/04/2026

Ich habe wirklich noch nie erlebt, dass jemand zu mir gesagt hat:
„Ich bereue es, Babybauchfotos gemacht zu haben.“

Aber ich habe schon so oft gehört:
„Ich wünschte, ich hätte diese Zeit festgehalten.“

Und ganz ehrlich, ich kann das so gut verstehen.

In dem Moment steckt man oft so sehr mitten drin.
Man fühlt sich vielleicht nicht jeden Tag wunderschön, manchmal eher schwer, müde oder einfach nur fertig.
Und gleichzeitig passiert da etwas so Unglaubliches.

Da wächst ein kleiner Mensch in dir.
Ein Herz schlägt.
Ein ganz eigenes kleines Wesen, das schon jetzt Teil von dir ist.

Und genau deshalb ist diese Zeit so besonders.
Nicht, weil alles perfekt ist.
Sondern weil sie nie wieder genauso zurückkommt.

Heute sitze ich manchmal mit meiner kleinen Zauberbohne da und zeige ihr Bilder von meiner Zaubermurmel und sage ihr lachend:
„Schau mal, da hast du neun, okay in deinem Fall acht Monate gewohnt.😄“

Und jedes Mal ist das für mich so ein besonderer Moment. Weil diese Bilder plötzlich nicht mehr nur Bilder sind. Sie erzählen eine Geschichte. Unsere Geschichte.

Eine Zeit voller Vorfreude, Liebe, Fragen, Aufregung und diesem stillen Wunder, das man manchmal erst im Nachhinein so richtig begreift.

Vielleicht geht es gar nicht darum, sich plötzlich sicher zu fühlen.Sondern den Moment auszuhalten,in dem man es noch ni...
12/04/2026

Vielleicht geht es gar nicht darum, sich plötzlich sicher zu fühlen.

Sondern den Moment auszuhalten,
in dem man es noch nicht ist und trotzdem bleibt.

Und sich selbst dabei nicht gleich wieder verlässt.

Man könnte ja meinen, Hochzeitsfotografie funktioniert ungefähr so:Ich stehe da.Flüstere leise „Hex hex“.Und meine Kamer...
01/03/2026

Man könnte ja meinen, Hochzeitsfotografie funktioniert ungefähr so:

Ich stehe da.
Flüstere leise „Hex hex“.
Und meine Kamera erledigt den Rest.
Ein bisschen goldenes Licht.
Ein bisschen Gefühl.
Zack. Pinterest.

Spoiler:
Tut sie nicht.

In meinem Kopf läuft währenddessen ein ziemlich komplexes Betriebssystem. Ich sehe, wo das Licht gleich hinwandert. Ich merke, wenn jemand innerlich kurz unsicher wird. Ich weiß, wann ich eingreifen muss –
und wann ich genau nichts sagen darf.

Nach außen sage ich ganz ruhig:
„Bleibt genau so.“

In meinem Kopf:
„Perfekt. Licht sitzt. Abstand stimmt. Wind passt. Jetzt bitte niemand bewegen.“

Während ich das alles steuere,
lasse ich mich von ungefähr einer Milliarde Stechmücken stechen, bleibe halb im Weinberg hängen,
balanciere irgendwo zwischen Grasbüschel und Hangkante, falle fast vom Hocker und hoffe beim Stolpern nur eins:Bitte nicht bewegen.
Und bitte überlebt die Kamera.

Und irgendwo im Hintergrund
tackelt mein imaginärer Assistent noch schnell Onkel Bob, bevor er mit seinem iPad ins Bild sprintet 😄

Hochzeitsfotografie ist kein Zufall.
Es ist Timing. Führung. Beobachtung.
Und die Kunst, Chaos sehr elegant aussehen zu lassen.

Ihr dürft einfach heiraten.
Ich habe alles andere im Blick.

Hex hex kann meine Kamera übrigens nicht.
Aber wir sind ein ziemlich gutes Team. 🤍🥰

Heute läuft alles etwas langsamer bei mir.Mich haben jetzt auch die Kindergarten- und Faschingsviren erwischt.Glitzer, K...
18/02/2026

Heute läuft alles etwas langsamer bei mir.

Mich haben jetzt auch die Kindergarten- und Faschingsviren erwischt.
Glitzer, Kostüme, Konfetti … und offenbar ein kleines Extra für Mama. ✨🤧

Also kein Shooting, kein Gym, kein Tempo.
Nur Tee, Ruhe und der Versuch, einfach mal nichts zu müssen. Und während ich hier liege, merke ich wieder, wie schnell man sich selbst vergisst, wenn immer alles laufen soll. Termine. Bearbeitung. Studio. Mama-Alltag.
Und irgendwo dazwischen der eigene Körper.

Es hat lange gedauert zu verstehen, dass mein Körper mein wichtigstes Werkzeug ist.
Wenn ich ihn übergehe, merke ich es überall —
bei meiner Arbeit, in meiner Geduld, in meinen Entscheidungen.

Vielleicht gehört genau das auch zu meinem Alltag hinter den Bildern:
nicht nur funktionieren, sondern spüren.
Nicht nur leisten, sondern auch auftanken.

Die Woche also Ruhemodus.
Und morgen hoffentlich wieder mit einem Funken mehr neuer Energie zurück. 🤍

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Mainz
55128

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