05/10/2025
Ein Regentag 🌦- Zeit für einen neuen Blog-Beitrag aus dem Medien-Universum 📺!
Mit KI-Busting beschäftige ich mich ja sehr gerne, so auch heute. Bild 1 zeigt ein Foto des Accounts "Leather Lovers", der analog zu "Latex Lovers" eigentlich nur austauschbare KI-Fotos am Fließband generiert. Im Fotorealismus sind die KI-Modelle definitiv ziemlich gut. Aber während der Hintergrund von Santorini echt ist, ist es das Model leider nicht. 🕵️♂️
Auf Bild 2 sind die Auffälligkeiten zusammengefasst:
1. Ein klassischer KI-Fail. Details an Gliedmaßen! Hier muss schon verdammt viel gebrochen sein, wenn der Daumennagel so auf die Innenseite verdreht werden kann. 👍
2. Auch eine typische "Traum-Realität", wie man sie in KI-Modellen oft findet: Alle 5 Finger sind sichtbar. Aber keine Fingerstellung passt zu dem einzelnen Fingerschatten, der rot umrandet ist. Als wäre im Hintergrund noch ein verdeckter 6. Finger. 👽
3. Während der Hintergrund von Santorini auch bei Vergrößerung sehr sehr weiche Pixel hat, hat die Hand auffällige Artefakte eines rasterförmigen Diagonalmusters. Ein starkes Indiz, dass das Modell bei der Detailwiedergabe bisschen raten musste. Auffällig ist zudem, dass das Ornament des Rings über den Ringfinger ragt, was zumindest ungewöhnlich ist. 💍
4. Die diagonalen Raster wie bei der linken Hand sind auch an der Schulter im Verlauf des Trägers deutlich erkennbar. Vielleicht war das Model aber auch gerade erst beim Prick-Test, wer weiß das schon ...
Über die Urheberschaft von KI-Werken wird juristisch noch gestritten. Unter deutschen Juristen gibt es die Annahme, dass die Schöpfungshöhe eines Prompts für ein KI-Modell nicht ausreichend hoch ist, dass auch das daraus resultierende Werk urheberrechtlich geschützt werden kann. Abgesehen davon ist die Vortäuschung eines Werks eine Verarsche der wirklich kreativ arbeitenden Menschen. Egal ob in der Fotografie, Literatur oder Musik: Seid wachsam, fallt nicht auf billige KI-Werke rein, sondern vertraut den Menschen, die in Handarbeit echte Werke schaffen. 🙂