22/02/2026
Am 21. Februar wird auf Sylt die Biike entzündet – traditionell am Vorabend des Petritags (22. Februar). Historisch war das ein wichtiger Termin für die Insel: Nach dem Winter begann die Zeit, in der die Seefahrer wieder aufbrachen. Das Feuer stand für Abschied vom Winter und für Zusammenhalt vor einer unsicheren Saison. Hartnäckig hält sich auch die Idee, dass die Damen der Insel den Herren des Festlands signalisierten, dass nie "nun wieder Zeit" hätten...
In Morsum gehört zur Biike eine Strohpuppe. Sie symbolisiert den Winter oder allgemein das Alte, das gehen soll. Wenn sie im Laufe des Feuers fällt, gilt das als gutes Zeichen: Der Winter ist „besiegt“. Bleibt sie lange stehen, wird gewitzelt – aber jeder schaut hin.
Vor dem Entzünden gibt es eine Ansprache. Auf friesisch, als bewusste Pflege der Sprache und Identität. Und auch auf Deutsch, damit alle – Einheimische wie Gäste – mitgenommen werden. Inhaltlich geht es meist um das vergangene Jahr, lokale Themen und um das, was die Gemeinschaft bewegt. Dieses mal war das Thema der Ferienvermietung ein Thema. Das Spannungsfeld zwischen Übertouristik und Lebensunterhalt für die Einheimischen ...
Danach gab es den Grünkohl. Schon morgens wurde gerupft und als wir zurückkamen war es eine willkommene Aufwärmung...
Ich fand die Biike auch in diesem Jahr beeindruckend groß. Ihr seht rechts im Bild wie klein die Menschen sind, die sich mit ihren Fackel rund um den Haufen sammelten. Was ich auch beeindruckend fand, waren die Schneemengen drum herum. Eine Art "Eis und heiß" Foto hab ich deswegen ebenfalls eingefügt wie auch den Moment des Ansteckens selbst und die Puppe, als sie noch Hoffnung hatte...