26/02/2026
Der Februar war vor allem ein Monat der Gegensätze. Glück und Leid lagen nah beieinander und so tun es auch die Eindrücke, die ich in den vergangenen Wochen erleben durfte und musste.
Die unendlich schönen Momente und die Erfahrung tiefer
Freundschaft, die ich bisher in meinem Leben vergeblich gesucht hatte, sind durchzogen von Trauer. Oder vielmehr dem Versuch, hinter der undurchdringlichen
Fassade der Angst, Panik und Verständnislosigkeit Trauer zu finden. Dieses Gefühl, be(greifen) zu können, was nicht zu be(greifen) ist.
Zwischen Momenten des losgelösten Lachens stieg wieder und wieder eine Kälte in mir auf, die die drängende Frage in meinen Kopf brannte, ob ich noch fühlen kann. Und diese Erleichterung, wenn die Tränen dann doch kamen, weil es gerade alles ist, was mir von Dir bleibt.
Denn alle Erinnerungen sind überschattet von diesem Moment, der uns vom einen auf den anderen Augenblick für immer auseinanderriss. An einem Tag war da noch mein kleiner Frechdachs, der mich zum Lachen gebracht hat und am nächsten mussten wir Dich gehen lassen.
Und Du hattest mich in den letzten Monaten, in der Trauer um Maria, die am 13. April seit gerade mal einem Jahr nicht mehr bei uns ist, so oft zum Lachen gebracht. Oder warst einfach bei mir, wenn es mir nicht gut ging. Was mache ich denn jetzt ohne Dich, Herzchen?
So war der Februar ein Monat der Ambivalenz, der mich mit so viel Dankbarkeit und so viel Traurigkeit zurücklässt. Ein Monat der Gleichzeitigkeit, aber auch Zweischneidigkeit, weil er mich dazu brachte, hinter
all dem Schönen den totalen Zusammenbruch zu erwarten.
Gestern spürte ich die ersten Frühlingssonnenstrahlen auf meiner Haut, während ich begann, die alten Triebe auf der Dachterrasse abzuschneiden. Und so sehr ich mich dabei auf den Frühling freute – ein so wichtiger Teil fehlte. Denn ich konnte diese Freude nicht mehr mit Dir teilen.
Glück und Leid liegen so nah beieinander und vielleicht ist es unsere Aufgabe, das auszuhalten und das eine um das andere nicht aus dem Blick zu verlieren. Mir fällt es gerade selbst so schwer, dieses kleine Licht noch wahrzunehmen, wo doch alles so dunkel erscheint. Aber man muss es eben versuchen.