15/12/2020
Schmerz
Schon seitdem ich denken kann, habe ich gefühlt, dass Schmerz nicht der Urzustand der Menschen sein kann. Ich habe die feste Überzeugung, dass der natürliche Zustand des Menschen es ist, glücklich zu sein.
Wir sorgen uns um andere, fühlen uns verantwortlich, fühlen uns schuldig. Natürlich fühlen wir Schmerz und Angst. Doch was wir damit machen, dafür sind wir selbst verantwortlich. Wenn wir uns entscheiden daran festzuhalten, dieselben Dramen immer wieder zu wiederholen, die gleichen schädlichen Entscheidungen täglich aufs Neue treffen, dann füttern wir unseren Schmerz. Er wächst. Wir identifizieren uns mit ihm. Er wird alles, woran wir denken. Wir sind gebunden an unseren Schmerz, wir können nicht loslassen von der Welt, die wir erschaffen haben. Es muss aber nicht so sein, ich schreibe aus Erfahrung.
Wir fühlen Schmerz, weil wir lieben. Aber was wir mit dem Schmerz machen hängt von uns selbst ab. Wir können den Schmerz wahrnehmen, ihn fühlen, ihn aushalten, bis wir entscheiden, dass es genug ist. Wir können versuchen ihn zu verwandeln. Wir können ihn raus schreiben, raus tanzen, rausschreien, über ihn reden, wir können über ihn meditieren. Wir können in Stille mit ihm sitzen. Ihn nicht bekämpfen oder ignorieren. Er lässt uns wachsen, uns entwickeln, er hilft uns anderen zu helfen. Schmerz ist ein Teil unserer Reise auf diesem Planeten. Wir können ihn in etwas Bedeutsames verwandeln. Wir besitzen die Kraft uns selbst zu heilen.
Inspiriert von dem wundervollen
❤️⛰🌲🌙