26/02/2021
Meine Reise ins Glück
1989 machten sich meine Eltern mit fünf Kindern auf den Weg in eine bessere Zukunft. Als wir Rumänien verließen, war ich erst fünf Jahre alt. Wir waren erst zu Fuß unterwegs, dann mit dem Zug und dann wieder tagelang laufen, laufen, laufen… Als Kind habe ich es nicht verstanden, warum wir jetzt nicht einfach nach Hause gehen. Ich hatte das Gefühl, dass wir nie eine Pause machen.
Ich bin während des Laufens einfach eingeschlafen, anschließend in den Armen meiner Mutter aufgewacht und es war Nacht. Meine Eltern flüsterten: „Kinder, seid bitte leise, sonst nehmen uns die bösen Menschen mit“.
Zu diesem Zeitpunkt waren wir an der jugoslawischen Grenze. Es ging alles so schnell. Mein Bruder war auf einmal alleine auf der jugoslawischen Seite und wir versuchten alle, ebenfalls schnell rüber zu laufen. Doch da standen sie schon, die
jugoslawischen Soldaten, die ihre Waffen auf uns richteten und brüllten: „STOP! STOP! STOP!“.
Mein Vater wurde mit Handschellen abgeführt, und wir mussten alle mit. Nach ein paar Tagen ließen sie uns wieder frei.
Unsere Reise ging weiter, nächste Station war Polen. Dort haben wir vier Monate zu siebt in einem kleinen Zimmer geschlafen. Doch irgendwann ging das Geld aus und der Hunger kam.
Die Behörden wollten uns nicht helfen, also machte meine Mutter sich mit mir auf den Weg, um etwas zum Essen zu besorgen. Wir klingelten von Tür zu Tür und bettelten um etwas Nahrung.
Viele machten einfach die Tür wieder zu, als sie uns sahen. Aber an eine Tür kann ich mich noch sehr gut erinnern: Sie öffnete sich und da stand ein Mann mit seinem Kind. Meine Mama zeigte auf ihren und meinen Bauch. Der Mann verstand sofort, was wir brauchten, ging einen Schritt zurück und bat uns herein. Während er etwas zu essen einpackte, gab sein Sohn mir ein Spielzeug, das durfte ich mitnehmen. Mit einem Lächeln verließen wir die Wohnung.
Polen war sehr hart für uns, doch meine Eltern gaben nicht auf! Wir mussten unsere Sachen packen und mussten Polen verlassen. Nächster Halt: Tschechien. Dort angekommen wurden wir in eine alte Militärkaserne gebracht, das ganze Grundstück war umzäunt mit Stacheldraht. Wir durften Monate nicht raus, aber das Gute war,dass wir genug Essen und Platz zum Schlafen hatten.
Ich weiß nicht, wie wir es nach Deutschland geschafft haben, aber wir haben es geschafft. Wir waren in Berlin. Dort habe ich zum ersten Mal einen Kindergarten besuchen dürfen. Es waren nur geflüchtete Kinder da und ich stelle mir oft die Frage, wie die Erzieher es geschafft haben, so vielen Kindern ohne Deutschkenntnisse ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern.
Unsere Reise ins Glück dauerte insgesamt ein Jahr.
Mit meiner COLOR BLIND Aktion möchte ich mit deiner Hilfe etwas Gutes tun – so wie es damals die Familie in Polen für uns getan hat. Lass uns gemeinsam Menschen in Not helfen!
Hier für habe ich 50 Limited Edition-Boxen mit 25 Postkarten von Schwarzweiß-Fotografien produzieren lassen. Es sind Bilder, die ich auf meinen Reisen in den letzten Jahren gemacht habe.
Die Box kostet 49€
Das können wir mit der Spende erreichen
• 33 Euro genügen, um zum Beispiel 60 Menschen in einem Flüchtlingslager drei Monate lang mit den wichtigsten Medikamenten zu behandeln.
• Mit 88 Euro können wir zum Beispiel vier mangelernährte Kinder vier Wochen lang mit therapeutischer Fertignahrung behandeln. So lange dauert es in der Regel, bis ein Kind wieder zu Kräften kommt.
• Mit 91 Euro ermöglichen wir die Narkosen für vier Schwerverletzte, die zum Beispiel in Konfliktgebieten oder nach Naturkatastrophen notoperiert werden müssen.
Mehr Information
https://www.aerzte-ohne-grenzen.de/serioese-spendenorganisation?pc=na&pk=2021-02&utm_source=na&utm_medium=ml&utm_term=a1&utm_content=spda&utm_campaign=2102tig
Ärzte ohne Grenzen
Wenn du eine Color Blind Limited Edition Box erwerben und damit meine Mission unterstützen möchtest, schreib mir bitte auf hier oder auf [email protected]
Ich danke dir jetzt schon, dass wir zusammen Menschen glücklich machen.