03/04/2026
Es gibt diese Beziehung im Bild,
den Moment, in dem alles noch offen ist.
Kein fertiges Narrativ.
Keine Rolle.
Nur Präsenz.
Nur du.
Es erfordert Mut, sich zu zeigen, denn die Kamera sieht alles.
Jede Unsicherheit,
jeden Zweifel,
jede Schwäche.
Aber genau darin liegt auch ein bisschen Magie.
Mit Astrid zu arbeiten hat gezeigt, dass wir bei uns beginnen. Nicht bei der Inszenierung, sondern bei dem, was schon da ist.
Für ihr neues Projekt *Frozen Zone* ging es nicht darum, etwas zu „zeigen“.
Sondern darum, etwas sichtbar zu machen, das sich sonst entzieht.
Zwischen Kontrolle und Loslassen.
Zwischen Figur und Mensch.
Ich glaube immer mehr daran,
dass wir als Fotograf*innen nicht formen,
sondern Räume öffnen.
„A Room of One’s Own“, wie schon Virginia Woolf wusste.
Dieser Raum muss kein Zimmer sein,
er ist Moratorium, ein Möglichkeitsraum,
eine Bühne, ein Mikrophon,
vielleicht eine Frozen Zone...
Mein Credo:
„Mehr Frauen und Künstlerinnen vor die Kamera“ zu bringen, mag ein mikrofeministischer Fliegenschiss sein, aber es ist mein f** off und dein Raum. Nimm ihn dir!
Warum das gerade für Frauen in der Kunst wichtig ist? Erst diese Woche, am 1.April war Equal Pay Day für die Kulturbranche.
Ein Reminder, wie viel noch nicht sichtbar ist.
„Women by Women“ ist eine Möglichkeit.
Perspektiven verschieben sich, wenn wir sie selbst erzählen.
Portraitfotografie wird dann interessant,
wenn sie nicht etwas freilegt.
Shooting mit Schauspielerin Kriegeskorte
Projekt: *Frozen Zone*
„Das erste Mal, dass ich von mir selbst auf Fotos begeistert bin.“
Astrid Kriegeskorte