15/08/2026
Der niedrige Weserpegel von unter 50 cm hat diesen Gang durch die Weser erst möglich gemacht. Am Freitagnachmittag sind wir mit einer kleinen Gruppe von Hilwartshausen aus bis zum Eichhof in die Weser, die an dieser Stelle etwa 70 Meter breit ist. Zwischen Hilwartshausen und Eichhof fuhr von etwa 1850 bis zum Juli 1967 eine Gierseilfähre.
Um etwa 900 n.Chr. ist das Kloster Hilwartshausen gegründet worden. In der Zeit muss dort eine Furt gewesen sein. Damals war der Wasserstand durch die Nicht-Regulierung (wie z.B. durch den Edersee oder durch Wehre) viel schwankender als heute und in den Sommermonaten war ein großer Teil vom Flussbett trocken.
Feste Schuhe waren gestern Pflicht, wir wussten ja nicht, was uns erwartet. Steine, die mit Algen überzogen waren, haben den Untergrund extrem rutschig gemacht. Und durch die Steine war es auch sehr uneben und wackelig. Abgesehen von den Schwebstoffen ist das Wasser relativ klar. Im Uferbereich konnten wir viele kleine Fische sehen und ich war über die Menge der Muscheln erstaunt. Ich gebe zu, dass ich nur bis zur Mitte der Oberschenkel ins Wasser bin, das erschreckend warm war.
Ein Pegelstand von 50 cm heiß nicht, dass die Weser nicht tiefer ist. In der Fahrrinne waren Thomas Tölle und Martin Heede bis zur Brust unter Wasser. Diese beiden waren es, die den Gang gewagt habe und zu Helmut Haase rüber sind, der auf der Eichhof-Seite stand. Klaus Dieter Flader hat die Aktion im Video festgehalten. Frank Heede und Kerstin Zech hatten Nordic-Walking-Stöcke dabei (hätte ich auch machen sollen), dadurch konnten sie sicherer stehen.
Die Metallscheibe, die Thomas gefangen hat, ist leider kein 2000 Jahre altes römisches Schild, sondern ein profaner Mülleimer-Deckel. Ich habe zwei Porzellanscherben gefunden, die mein Fundstücke-Regal bereichern werden. Dadurch weiß ich jetzt auch, dass meine Uhr wasserdicht ist😊