22/03/2026
Das, was da in den letzten Tagen in der Agenda Collien Fernandes und Christian Ulmen über den Ticker gegangen ist, hat mich zutiefst schockiert. Aber zu meinem eigenen Entsetzen nicht überrascht. Sexualisierte Gewalt einer neuen Dimension, wenn man so will, aber nicht neu ist die Tatsache, dass das Opfer eine Frau ist und der Täter ein Mann. Der EIGENE Mann! Ich habe gewaltigen Respekt für Collien Fernandes, dass sie mit all dem, was ihr widerfahren ist, an die Öffentlichkeit gegangen ist und verspüre nichts als Abscheu für Christian Ulmen. Und Scham.
Seit Ende letzten Jahres arbeite ich konzeptionell an einem neuen Projekt zum Thema sexualisierte Gewalt mit dem Titel und ich bin froh, dass ich genau diese Arbeit gerade als Ventil nutzen kann. Vermutlich würde ich sonst platzen …
Ich bin dankbar für die positive Resonanz, die ich bisher für dieses Projekt erfahre, wenn ich auf meiner diesjährigen Vortragstour einen kleinen Einblick in das gebe, was mich derzeit beschäftigt und Anfang nächsten Jahres veröffentlicht wird.
Ich danke aber auch all Jenen, die es doof finden, dass ich mir so ein „Reizthema“ für mein nächstes Projekt ausgewählt habe und dass man sich gerade als männlicher Fotograf aus solchen Themen raushalten sollte. Ich danke Jenen, die finden, dass es wichtigere Themen gibt und dass man als Mann kein Feminist sein kann bzw. sollte. Und nicht zuletzt danke ich allen, die sich bei diesem ganzen Thema nicht angesprochen fühlen, weil sie sich selbst immer anständig verhalten (und auch Niemanden kennen, der „so etwas“ tut). Ihr alle bestärkt mich in meinem Tun und der Notwendigkeit, das Thema auf die Agenda zu nehmen.
DANKE! 🙏🏻❤️