31/12/2018
Ziemlich lange habe ich überlegt, mit welchem Foto ich mein Facebook-Jahr 2018 abschließen soll.
Erst mal habe ich mich natürlich gefragt, wie mein Jahr 2018 denn eigentlich so gelaufen ist... und ich muss ganz klar sagen: Wow, das Jahr hat mich überwältigt.
Ich durfte insgesamt 19 Hochzeiten begleiten, ich durfte so viele, so spannende Werbeprojekte für Kunden umsetzen, die ich bereits so sehr ins Herz geschlossen habe, ich durfte sehr emotionale Portraits von Menschen mit unglaublich harten Lebensgeschichten anfertigen.
Ich durfte an wahnsinnig persönlichen Momenten teilhaben, ich durfte viele Menschen kennenlernen, ich durfte vieles Neues dazulernen - über meinen Beruf, über Menschen, über die Welt. Und das alles, während ich einfach ich sein kann, ohne mich verstellen oder eine Rolle spielen zu müssen.
Ich durfte ein weiteres Jahr mit vollem Herzen bei meinem Job sein - ein Beispiel gefällig?
Am Tag meiner Geburtstagsfeier, an der ich abends über 40 Gäste im Haus hatte, bin ich recht kurzfristig noch auf Job losgezogen, obwohl ich mir den Tag extra zum Vorbereiten freigehalten hatte. Warum? Weil ich nicht nur die Kunden sehr ins Herz geschlossen habe, sondern weil ich auch voll und ganz hinter der Sache stehe, um die es dabei ging, das war nämlich der Familientag des Orthopädie Forum GmbH.
Ich kam nicht gestresst oder genervt von meinem Job zurück, sondern habe noch bis Abends einer Menge Leuten mit einem fetzen Lächeln im Gesicht davon erzählt.
Kann es denn besser laufen?
Das Jahr neigt sich jetzt dem Ende, ich blicke jetzt schon weiteren bereits geplanten Projekten in 2019 entgegen - und das alles noch in meinem brandneu gebautem Studio, das ich in den nächsten Wochen beziehen werde. Abgefahrener Sc***ss.
Warum ist es also doch dieses Foto für meinen Jahresabschluss-Post geworden?
Genau aus den oben genannten Gründen.
Ich bin ein Mensch, der immer zwei Extreme lebt. Wenn ich ein Hoch habe, dann habe ich danach ein ebenso starkes Tief und andersherum. Und das ist gut so, ich brauche das. Die Hochs motivieren mich, die Tiefs inspirieren und formen mich.
Genauso ist es aber mit dem Selbstbewusstsein und den Zweifeln.
Je mehr ich stemme, je mehr ich auf die Beine stelle, desto stabiler muss ich sein, um das alles auf meinen Schultern tragen zu können. Und genau in solchen Situationen fange ich automatisch an zu zweifeln - bin ich wirklich gut genug dafür? Kann ich das wirklich? Fliege ich damit vielleicht früher oder später komplett auf die Schnauze? Habe ich wirklich einen Grund für mein Selbstbewusstsein? Sind alle anderen nicht viel besser, als ich?
Und so doof das klingt, aber ich bin froh um diese Zweifel. Sie ziehen mich runter, aber halten mich auch am Boden, sie sorgen dafür, dass ich weiter und weiter an mir arbeite, als Fotograf, wie auch als Mensch, dass ich mich nicht auf meinem Erfolg ausruhe, sondern weiter mache und höher greife.
Und dass das alles bisher so funktioniert hat, verdanke ich euch. Egal, ob ihr meine Kunden seid, meine Familie, meine Freunde, meine Follower, mein Umfeld.
Danke, dass es euch gibt, danke, dass ihr mich schon so lange ertragt, danke für jedes nette Wort, für jeden Kommentar unter einem Foto, für jede Nachricht, ich freue mich immer noch über jede Silbe.
Lasst uns 2019 zu einem guten Jahr machen. Zu einem Jahr mit Höhen und Tiefen, zu einem Jahr, in dem wir stolz auf uns sind, und zu einem Jahr, an dem wir weiter und weiter an uns arbeiten und uns stützen, wo wir können.
I'm free but I'm fragile
I'm happy but I'm worried
I'm set up but I'm so afraid
I get pins and needles
When I think about it
It catches me everyday
I've got scars on my soul that I'm scared to show
I cried in the morning but you'd never know
I should let it be, it's just my insecurities