29/11/2019
Gefühlsvoyeur... dieses Wort habe ich im letzten Beitrag gebraucht. Aber eigentlich hab ich versucht da zu sein. Klick, klick, klick... Innerlich war ich gespalten, ob ich weiter fotografieren soll, in einem der intimsten Momente, die ein Mensch, den man nur kurz kennt, einem offenbaren kann. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein professioneller Therapeut, oder jedermans bester Freund, noch Kummerkasten. Aber ich denke, ich besitze ein Mindestmaß an Empathie, dass mich die Gefühle anderer Menschen nicht kalt lässt. Letztendlich war der Eindruck da, dass Isabell Vertrauen zu mir und ich zu ihr hatte und wir deshalb Fotos jenseits der Planung machten. Die Gefühlswelt, die sich mir bei unserem Fototreffen offenbarte, kann man nicht so genau planen. Aber darüber zu sprechen, was einen bewegt, was einen beschäftigt ist für mich beim portraitieren wichtiger, als perfekte Schärfe, kulissenartig inszenierter Hintergrund oder Emotionslosigkeit. Heute gibt's mal drei Bilder in einem Beitrag. Ich hoffe die bzw. den ein oder anderen erinnert es daran, dass man als Mensch seiner Emotionen auch zeigen darf, wenn man einem gerade dazu zu Mute ist.
Fortsetzung folgt... .
Vielen lieben Dank Isabell ()!
@ Dresden, Germany