22/05/2026
Hey, ich bin Sandy – Tierfotografin aus Dresden. 📸
Seit 2009 fotografiere ich Hunde in allen möglichen Situationen, und seit 2023 habe ich mich auf ungewöhnliche Bilder von Tieren von unten spezialisiert. Gemeinsam mit meinem Partner Lars bin ich bis zu 28 Wochenenden im Jahr in ganz Deutschland unterwegs, und allein auf unserem Glastisch haben wir bereits über 1300 Hunde fotografiert. 🐶
Gerade bei dieser außergewöhnlichen Perspektive ist eine ruhige, feinfühlige und körpersprachlich sichere Arbeitsweise entscheidend, damit auch unsichere oder schüchterne Hunde ein entspanntes Erlebnis haben. Und genau darum geht’s heute:
⭐️ 1. Erst Vertrauen – dann Kamera: Ein Hund, der dich nicht kennt, schuldet dir nichts – auch keine „Performance“ vor der Kamera.
Deshalb beginne ich jedes Shooting gleich: Ich lasse den Hund ankommen. Schnuppern. Schauen. Nachdenken.
Ich spreche ruhig mit ihm, bewege mich langsam, halte noch keine Kamera ins Gesicht und gebe ihm (wenn er es gerne nimmt) ein kleines Leckerli als „Danke fürs Kennenlernen“. Manchmal dauert das 10 Sekunden, manchmal eine Minute – aber diese Zeit zahlt sich immer aus.
Warum? Weil Hunde extrem ehrlich sind. Und auf Fotos sieht man sofort, ob ein Hund sich sicher und gesehen fühlt – oder ob er gestresst, bedrängt oder überfordert ist. Wenn du dir die ersten Minuten nimmst, wird jedes Foto danach besser.
⭐2. Lerne die Körpersprache deines Models – egal welche Tierart. 🐶🐱🐴
Das ist mein wichtigster Tipp überhaupt. Beschäftige dich mit der Körpersprache der Tierart, die du fotografieren möchtest. Das ist wichtiger als jede Kameraeinstellung.
Egal ob Hund, Katze oder Pferd: Jedes Tier „spricht“ stumm – und das Bild zeigt immer, wie es sich gefühlt hat.
🐶 Neugierig & offen: weiche Gesichtszüge, lockere Haltung → perfekte Voraussetzung
❌️ Unsicher: angespannte Muskulatur, angelegte Ohren, ausweichender Blick
Wenn du das erkennst, kannst du als Fotograf*in sofort richtig reagieren: Abstand vergrößern, Tempo rausnehmen, Umgebung anpassen.Leckerli anbieten, Position verändern – oder einfach mal warten.
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