11/03/2018
Bei dem frühlingshaften Wetter heute bekamen wir gleich Lust auf Urlaub und haben deshalb einen kleinen Lissabon-Beitrag zusammengestellt 🙂.
Wir haben die Stadt sozusagen in Stadtteil-Etappen größtenteils zu Fuß erkundet. Begonnen haben wir mit einem Streifzug durch die Oberstadt - Bairro Alto, Principe Real und Chiado. Und davon möchten wir Euch heute erzählen und haben natürlich einige Bilder dazu im Gepäck. Auch die Alfama, das älteste Viertel Lissabons und die Baixa, die Unterstadt, haben wir "erlaufen", aber dazu später mehr.
Bairro Alto ist laut - zumindest an den Wochenenden abends, denn hier spielt sich das Partyleben freitags und samstags auf der Straße ab, und dementsprechend sieht es am nächsten Morgen auch aus. Als wir am Samstag Morgen beim Brötchen holen die Becherberge an den Straßenrändern gesehen haben, trauten wir unseren Augen kaum. Müll über Müll - und es riecht nach Bier und Wein und vielem mehr 😉. ABER: gegen 9.00 Uhr kam die Straßenreinigung und spritzte die Straßen mit Wasser sauber und kurz danach war alles wieder beim Alten. Denn Bairro Alto ist auch schön, geschichtsträchtig und in den kleinen Gässchen gibt es viel zu entdecken. Die wunderschönen Altstadt-Häuser sind in den schönsten Farben und Mustern mit den typischen Fliesen gekachelt, sie haben Mini-Balkone und Wäsche hängt weit oben über die Straße. Man fühlt sich schon ein paar Jährchen zurückversetzt in der Zeit, wenn man durch den Stadtteil streift.
In Bairro Alto befindet sich auch der kleinste Elevador Lissabons, der Elevador da Bica. Da die Stadt auf sieben Hügeln erbaut ist, verbinden die Elevadores (sozusagen Straßenbahnen, die als Aufzüge fungieren) die Stadtteile miteinander und man kann sich durch sie Bergaufstiege ersparen. Wir sind allerdings nie mit einem Elevador gefahren, da die Strecke erstens sehr kurz ist (und Laufen ist ja gesund ;-)) und zweitens ist die Fahrt auch nicht gerade günstig. Beim Elevador da Gloria befindet sich eine kleine Street-Art-Galerie, die recht nett ist.
Toll sind auch die Miradoures, die Aussichtspunkte auf den Hügeln. Man hat grandiose Blicke auf die Stadt und den Tejo und gerade bei Sonnenuntergang lohnt es sich, sie zu besuchen.
Mit leckeren Pastel-de-natas aus der Jugendstilbäckerei Padaria Sao Roque machten wir im kleinen grünen Park Principe Real eine ausgedehnte Pause, wo sich auch die Kids austoben konnten. Weiter ging es dann zum nächsten Miradouro und schließlich zum Largo de Camoes, einem Platz zwischen Chiado und Bairro Alto, auf dem immer viel los ist und auf dem man Stunden damit verbringen kann, um einfach nur das Treiben zu beobachten. Aber das kann man in Lissabon eigentlich überall. Die Stadt ist sehr entspannt und es kommt nie Großstadtgefühl auf und noch dazu sind die Entfernungen nicht allzu groß. Das war sicher auch einer der Gründe, dass die Kids sich so wohl gefühlt haben und sogar gerne mit durch die Straßen gezogen sind.
Beim nächsten Mal erzählen wir Euch dann von der Alfama, dem ältesten Stadtteil Lissabons mit ihren kleinen süßen Restaurants und labyrinthartigen Gässchen... - mit Peggy Pfotenhauer