05/05/2026
Neulich meinte eine Fotografin, man könne zigtausend Follower haben und trotzdem keine Aufträge bekommen, während jemand mit 450 Followern angeblich viel mehr Umsatz macht.
Ein schöner Spruch – aber ehrlich gesagt: Er passt nicht mehr in die Realität von heute.
Mein Account wächst gerade enorm. Über 40.000 Menschen folgen meiner Arbeit – viele davon erst seit Kurzem, weil KI‑Kunst gerade eine neue kreative Tür öffnet.
Und ja: Die Auftragslage ist nicht mehr wie vor zehn Jahren.
Aber das liegt nicht an KI, nicht an Instagram und nicht an der Followerzahl.
Das liegt daran, dass die gesamte Branche am Limit ist.
Teurer Sprit.
Teure Lebensmittel.
Teure Mieten.
Teure Lebenshaltungskosten.
Die Menschen überlegen heute dreimal, ob sie 400–600 € für ein Shooting ausgeben.
Das ist kein „Fotografenproblem“, das ist ein gesellschaftliches Problem.
Der Markt ist gesättigt, die Budgets sind kleiner, und die Prioritäten haben sich verschoben.
Und genau deshalb ist es absurd zu behaupten, ein kleiner Account sei automatisch „wertvoller“ als ein großer.
Reichweite ist Reichweite.
40.000 Menschen zu erreichen ist ein Asset – egal, ob jemand gerade Shootings bucht oder nicht.
Ein großer Account öffnet Türen: Kooperationen, Verkäufe, digitale Produkte, Prints, Plattformen wie Art Heroes, Etsy, Adobe Stock.
Und mal ehrlich:
Viele, die behaupten, man brauche nur „500 echte Follower“, verkaufen selbst irgendwelche Masterclasses, Canva‑Vorlagen oder KI‑Canvas‑„Business‑Systeme“.
Aber davon wird niemand plötzlich reich.
Das ist genauso ein Versuch, sich in einem schwierigen Markt über Wasser zu halten – nur eben ein anderer.
Ich poste KI‑Bilder, weil ich es will.
Weil es kreativ ist.
Weil es funktioniert.
Weil mein Account wächst.
Und weil ich selbst entscheide, wie ich meine Kunst präsentiere.
Das betrifft ALLE.
Nicht nur die mit großen Accounts.
Nicht nur die mit kleinen Accounts.
Nicht nur die mit KI.
Nicht nur die ohne KI.
Und genau deshalb ist es absurd, große Accounts schlechtzureden.
Reichweite ist Reichweite. Punkt.
40.000 Menschen zu erreichen ist ein Wert.
Ein Marktwert.
Eine Währung.
Eine Tür, die sich jederzeit öffnen kann – Kooperationen, Verkäufe, digitale Produkte, Prints, Plattformen.
Wer behauptet, ein kleiner Account sei „wertvoller“, sagt das meistens nur,
weil er selbst keinen großen hat.
Ob daraus Aufträge entstehen oder nicht, ist zweitrangig.
Lieber 40.000 Menschen, die meine Arbeit sehen,
als 500, die zwar nett sind, aber nichts verändern.
Die Branche wandelt sich.
Die Zeiten ändern sich.
Und wer weiterkommen will, muss mitgehen – nicht stehen bleiben