13/03/2024
"Bin ich wirklich so hässlich wie auf manchen Fotos, oder sehe ich eher so aus, wie mich mein Spiegel zeigt? Wie genau wirke ich eigentlich optisch auf andere?"
Nailed it. An manchen Tagen denke ich genau so einen Schmu! Und um ehrlich zu sein, bei all den schönen Menschen auf der Welt und dem Beautywahn ist es ja auch irgendwie kein Wunder.
Ich stehe übrigens auch viel lieber hinter der Kamera als davor, und die ersten paar Minuten bin ich nie nicht ganz sicher, wie ich mich da am besten vor der Kamera bewegen soll. Ich fühle mich dann selbst "nicht gut genug sein", und wenn ich dieser Angst auf den Grund gehe, sitzt sie sicher nicht in meinem Gesicht, sondern in meiner Liste von Makeln, die mein Verstand aus irgendwelchen Erfahrungen zusammenspinnt.
Sie sitzt in mir, meistens in meinem Brustkorb, Nacken oder in meiner Kehle. Und genau da darf ich ihr begegnen, und da dürfen auch meine Kundinnen ihrer Angst begegnen und sie auflösen.
Sich kritisch zu betrachten und hin und wieder zu hinterfragen gehört zum Leben dazu. Und was wir im Inneren tun, spiegeln wir auch nach außen. Also ist es eigentlich ein völlig natürlicher Prozess. Wir dürfen nur lernen solchen Gedanken immer weniger unserer bewussten Aufmerksamkeit zu schenken und mehr das zu leben, was sich innerhalb unseres Brustkorbes abspielt.
Denn am Ende geht es nur darum, dass du dich während des Shootings entspannst und Vertrauen hat. In dich und in die Person, die dich fotografiert.
Es erfordert immer Mut, du selbst zu sein und noch mehr es vor der Kamera bzw. vor mir zu sein. Und wenn ich dir neben wirklich schönen Fotos etwas geben kann, dann ist es der Raum, du selbst zu sein und dich sein zu lassen.
Wenn mir dann hin und wieder jemand erzählt, dass er/sie sich irgendwie unfotogen fühlt, könnt ihr von mir die Frage erwarten: Was meinst du mit "du bist unfotogen"? Warum denkst du das?
Denn ehrlich gesagt, Peoples: Das ist etwas völlig Normales, denn die meisten Menschen stehen nicht oft vor der Kamera, und daher ist es einfach ungewohnt und eine Herausforderung.
You are not alone, sach ich mal!
Zeig mir doch mal dein schönstes Foto von dir, was jmd von dir gemacht hat und erzähl mir etwas über die Situation in der es entstanden ist. Wie hast du dich damals gefühlt?