09/05/2026
„Es hat mich damals glücklich gemacht, wegzugehen. Für mich gehörte Weggehen dazu, etwas zu werden, etwas zu machen. Wenn ich die Wenigen gesehen habe, die geblieben sind, hatte ich oft den Eindruck einer resignativen Grundstimmung. In meiner Vorstellung war Bleiben mit Scheitern verbunden. Nun lebe ich wieder hier. In Zeitz ist vieles möglich, was woanders nicht möglich ist. Für mich ist die Stadt aber eher eine Lebensphase als eine endgültige Entscheidung. Vielleicht auch ein Transitort. Ich habe akzeptiert, dass es diese eine finale Entscheidung, wo ich leben werde, für mich nicht gibt.“
Philipp (*1984 in Zeitz) lebt und arbeitet als Fotograf in Zeitz. Mit Unterbrechungen wie Dresden, Karlsruhe und Berlin lebt er seit einigen Jahren wieder in seiner Heimat. Wie viele junge Menschen in Ostdeutschland ist auch er ambivalent was das leben und bleiben in einer Kleinstadt angeht.
Das Portrait stammt aus meiner Arbeit BLEIBEN und ist zu sehen in der aktuellen Männertaz.
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