Studio Constantin Schiller

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Teshima Island Houses 🐠Welches Gebäude gefällt euch am besten?
04/06/2026

Teshima Island Houses 🐠

Welches Gebäude gefällt euch am besten?

Teshima Yokoo House 🐠Das Teshima Yokoo House bricht radikal mit den Sehgewohnheiten. Von außen sieht es aus wie ein typi...
01/06/2026

Teshima Yokoo House 🐠

Das Teshima Yokoo House bricht radikal mit den Sehgewohnheiten. Von außen sieht es aus wie ein typisches, historisches Fischerhaus aus dunklem, verkohltem Holz (Yakisugi). Doch sobald man näher kommt, ändert sich das, was man sieht: Die Architektin Yuko Nagayama hat große Teile der Fassade durch leuchtend rotes Glas ersetzt.

Dieses rote Glas filtert das Tageslicht komplett. Der Effekt im Inneren ist hypnotisch: Bestimmte Farben in Tadanori Yokoos Gemälden werden durch das Rot unsichtbar, während andere extrem hervortreten. Es ist ein permanentes, optisches Täuschungsspiel, das die Grenze zwischen realer Welt und der surrealen Kunst von Yokoo komplett verwischt.

Im Steingarten sind der gesamte Flusslauf und der Teichboden mit einem bunten Mosaik aus Millionen von Steinchen ausgelegt, in dem echte Koi-Karpfen schwimmen.
Direkt daneben ragt ein ehemaliger Schornstein empor. Wenn man hineingeht und nach oben blickt, schaut man in eine unendliche Galerie: Der Turm ist komplett mit Yokoos Collagen und Spiegeln ausgekleidet, die das Licht brechen.

Teshima Art Museum 🛸Architekt Ryue Nishizawa hat eine gigantische, stützenfreie Betonschale geschaffen, die sich organis...
31/05/2026

Teshima Art Museum 🛸

Architekt Ryue Nishizawa hat eine gigantische, stützenfreie Betonschale geschaffen, die sich organisch an die umliegenden Reisterrassen anschmiegt. Die Struktur ist nur 25 Zentimeter dick, spannt sich aber über eine riesige Fläche.

Das Geniale: Das Gebäude hat zwei riesige, offene Ellipsen im Dach. Es gibt keine Fenster, keine Türen, keine Barrieren. Der Wind zieht durch den Raum, Vögel fliegen hinein und das Rascheln der Blätter bildet den Soundtrack.

Die Architektur sperrt die Natur nicht aus, sondern fängt sie ein. Ein absolut schwereloser Raum, der die Grenze zwischen Drinnen und Draußen komplett auflöst.

Chichu Art Museum, Japan | Part 2Im Inneren gibt es kein künstliches Licht, die Räume verändern sich mit jeder Wolke und...
25/05/2026

Chichu Art Museum, Japan | Part 2

Im Inneren gibt es kein künstliches Licht, die Räume verändern sich mit jeder Wolke und jeder Stunde des Tages. Das architektonische Highlight ist der Raum von Walter De Maria (Time/Timeless/No Time). Inmitten einer monumentalen Sichtbeton-Halle, die über eine riesige Treppe nach oben führt, liegt eine gigantische, tiefschwarze Granitkugel. An den Wänden prallen vergoldete, geometrische Holzkörper aufeinander.

Besonders faszinierend sind auch die Räume von Yayoi Kusama, in denen man auf ihre ikonischen, glänzenden Spiegelkugeln trifft. Diese Kugeln reflektieren den rohen Beton Andos, das hereinbrechende Tageslicht und den Betrachter selbst in einer unendlichen Schleife.

Die Architektur selbst wird zur Kunstform.

Chichu Art Museum, Japan | Part 1Das Chichu Art Museum bricht mit jeder Regel von klassischer Museumsarchitektur. Um die...
22/05/2026

Chichu Art Museum, Japan | Part 1

Das Chichu Art Museum bricht mit jeder Regel von klassischer Museumsarchitektur. Um die Landschaft des Seto-Binnenmeeres zu schützen, hat Tadao Ando das Gebäude komplett unter die Erde verlegt. Von außen sieht man aus der Vogelperspektive lediglich geometrische Einschnitte. Quadrate und Dreiecke im grünen Hügel.

Doch das ist kein dunkler Bunker. Ando nutzt diese Einschnitte als gigantische Lichtschächte. Wenn man sich den unterirdischen Gängen nähert, wird man von einem faszinierenden Spiel aus tiefen Schatten und gleißendem, natürlichem Licht geleitet.

Die Außenwelt wird komplett ausgeblendet, während das Tageslicht zur eigentlichen Decke und Fassade des Museums wird. Ein genialer Übergang, der dich perfekt auf die Kunst im Inneren einstimmt.

Benesse House MuseumDurch riesige Glasfronten und offene Innenhöfe bricht Ando die Grenze zwischen Innen und Außen kompl...
20/05/2026

Benesse House Museum

Durch riesige Glasfronten und offene Innenhöfe bricht Ando die Grenze zwischen Innen und Außen komplett auf. Wie immer.

Die Kunstwerke, darunter Arbeiten von David Hockney, Alberto Giacometti und Cy Twombly, hängen nicht einfach nur an weißen Wänden. Sie interagieren direkt mit dem wechselnden Tageslicht, dem Rauschen des Meeres und der umliegenden Natur.

Das Benesse House beweist, dass Kunst keine sterile Angelegenheit sein muss, sondern ein lebendiger Teil unserer Umgebung sein kann.

Lee Ufan Museum 🪨Das Lee Ufan Museum auf Naoshima ist kein Ort, den man einfach nur besucht, man erfährt ihn eher. Das G...
18/05/2026

Lee Ufan Museum 🪨

Das Lee Ufan Museum auf Naoshima ist kein Ort, den man einfach nur besucht, man erfährt ihn eher. Das Gebäude ist ein minimalistischer Betonbau von Tadao Ando, eingebettet in die Umgebung wie man es von Ando kennt. Das eigentliche Herzstück beginnt schon weit vor dem Eingang: die monumentalen Installationen im Außenbereich.

Wer genau hinsieht, bemerkt die präzise platzierten, scheinbar zufällig herumliegenden Steine. Für den koreanischen Künstler Lee Ufan, einen der Begründer der einflussreichen Mono-ha-Bewegung („Schule der Dinge“), sind diese Steine keine bloße Dekoration. Sie stehen für die unberührte Natur. Er kombiniert sie ganz bewusst mit von Menschen gemachten Materialien wie Andos Sichtbeton oder riesigen Stahlplatten.

Es geht hier nicht darum, dass der Künstler etwas völlig Neues erschafft. Vielmehr zeigt uns Ufan die Kunst der Begegnung. Er zwingt uns innezuhalten und die Beziehung zwischen dem rohen, Jahrmillionen alten Naturstein, der modernen Industriestruktur und dem umgebenden Raum völlig neu wahrzunehmen

Three Squares Vertical Diagonal💨📐Die Skulptur des amerikanischen Bildhauers George Rickey ist genau meins. Drei riesige ...
17/05/2026

Three Squares Vertical Diagonal💨📐

Die Skulptur des amerikanischen Bildhauers George Rickey ist genau meins. Drei riesige Quadrate aus perfekt ausbalanciertem, gebürstetem Edelstahl sind so montiert, dass sie sich bei der kleinsten Brise diagonal und vertikal im Raum bewegen.

Obwohl das Material kalt, schwer und industriell ist, wirkt die Bewegung der Quadrate fast organisch, wie ein langsamer, synchronisierter Tanz.

Rickey, der als einer der bedeutendsten Vertreter der kinetischen Kunst gilt, nutzt hier keine Motoren. Die Skulptur wird ausschließlich durch den Wind des Seto-Binnenmeeres (Naoshima Island) angetrieben. Durch die geschliffene Oberfläche des Stahls fangen die Quadrate das wechselnde Licht des Himmels und die Farben der Natur ein, sodass sich das Kunstwerk mit jeder Sekunde neu erfindet.

The Secret of the Sky by Kan Yasuda ✨Im Lichthof des Benesse House Museums hat der Künstler Kan Yasuda mit „The Secret o...
16/05/2026

The Secret of the Sky by Kan Yasuda ✨

Im Lichthof des Benesse House Museums hat der Künstler Kan Yasuda mit „The Secret of the Sky“ einen Ort der absoluten Ruhe geschaffen.

Die Installation besteht aus zwei monumentalen, sanft geschwungenen Blöcken aus strahlend weißem Carrara-Marmor, die fast wie weiche Kissen auf dem Boden ruhen.

Das Design von Architekt Tadao Ando bildet hier den perfekten Rahmen: Die hohen Sichtbetonwände schchirmen die Außenwelt ab und lenken den Blick ausschließlich nach oben. Wer sich hier auf den Rücken legt oder auf die Steine setzt, blickt in ein perfekt gerahmtes Quadrat aus blauem Himmel. Die Skulptur lädt dazu ein, die Schwere des Steins und die Leichtigkeit der Wolken gleichzeitig zu spüren. Es ist ein stiller Dialog zwischen der Erde und dem Kosmos.

Glass Tea House Mondrian 🍵Der Name ist eine Hommage an den niederländischen Maler Piet Mondrian. Die klaren, rechtwinkli...
13/05/2026

Glass Tea House Mondrian 🍵

Der Name ist eine Hommage an den niederländischen Maler Piet Mondrian. Die klaren, rechtwinkligen Linien und die perfekte Balance der Proportionen wirken wie ein dreidimensionales, transparentes Gemälde.

Sugimoto bricht hier mit der Tradition des geschlossenen Teehauses. Statt dunklem Holz und Papierwänden nutzt er Glas, um den Innenraum komplett zum Horizont des Seto-Binnenmeers zu öffnen. Es gibt keine Stützen, die den Blick stören.

Das Haus ist ein architektonisches Haiku: Es braucht nichts als die Spiegelung des Himmels und die Stille des Wassers, um eine Atmosphäre absoluter Reinheit zu schaffen.

Adresse

Berlin

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