29/08/2026
Wasserversorgung wird sicherer
Das Regierungspräsidium übergibt einen Förderbescheid in Höhe von rund zwei Millionen Euro an den Zweckverband Nordstetter Wasserversorgungsgruppe. Mitfinanziert wird eine Modernisierung, die für rund 15.000 Haushalte langfristig die Versorgung sichert.
Horb-Nordstetten/Bad Imnau
Das Regierungspräsidium Karlsruhe hat am Freitag, 28. August, dem Zweckverband Nordstetter Wasserversorgungsgruppe einen Förderbescheid in Höhe von 2,02 Millionen Euro für einen Leitungsneubau am Standort Felldorf-Ahldorf übergeben. Die Mittel stammen aus dem Landesförderprogramm für die Wasserversorgungsinfrastruktur.
Für den Zweckverband Nordstetter Wasserversorgungsgruppe, so teilt das Regierungspräsidium mit, ist der Neubau des Hochbehälters Felldorf und ein neues Verteilungssystem von zentraler Bedeutung, um die Versorgung der Städte und Gemeinden Ahldorf, Betra, Dettensee, Isenburg, Mühringen, Nordstetten, Empfingen, Bad Imnau, Trillfingen, Bierlingen und Felldorf zu sichern. Hierfür seien auch neue und größere Steig- und Fallleitungen zur Verteilung erforderlich.
„Der neue Hochbehälter in Felldorf ist ein Meilenstein für die Wasserversorgung der Region: Mit der Optimierung des Speichervolumens und einem modernen Leitungsnetz schaffen wir genau die Redundanz, die wir angesichts immer häufigerer Trockenphasen dringend brauchen. Rund zwei Millionen Euro Fördermittel sind hier bestens investiert – für eine Trinkwasserversorgung, auf die sich 15.000 Menschen in der Region auch in Zukunft verlassen können," sagte Regierungspräsident Alexander Föhr.
Die Arbeiten für den Hochbehälter haben bereits begonnen, nun folgt mit dem Leitungsneubau der nächste Schritt, um ein modernes und sicheres Gesamtsystem zu schaffen.
Zum Hintergrund teilt das Regierungspräsidium mit: „Am Standort Felldorf dient bisher ein altes sogenanntes Wassersilo zur Speicherung von Trinkwasser, das die Ortsnetze Felldorf, Bierlingen, Neuhaus und Trillfingen versorgt. Dessen große Speicherkapazität ist aber aufgrund geografischer Gegebenheiten nur zu rund 15 Prozent nutzbar. Dies ist für eine stabile Trinkwasserversorgung ein Problem.“
Durch die Umstrukturierung des Wasserversorgungssystems im Verbandsgebiet werde nun als erste Maßnahme ein moderner Hochbehälter mit zweimal 1000 Kubikmeter Volumen am Standort Felldorf neu gebaut, der auch die Ortschaft Bad Imnau mitversorgen kann.
Dadurch werde eine zusätzliche Redundanz in der Versorgungssicherheit gebildet. Das Regierungspräsidium Karlsruhe habe hierfür den Bescheid vor Baubeginn erteilt, ohne dass die Förderung gefährdet sei.
Durch den aktuellen Förderbescheid vom 28. August kann jetzt auch der Bau der zugehörigen Fall- und Steigleitung zum Hochbehälter Felldorf beginnen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.
Nicht nur für den Anschluss an den neuen Hochbehälter, sondern auch aufgrund der unterschiedlichen Geländehöhen im Versorgungsgebiet seien größere und moderne Verbindungsleitungen erforderlich.
Damit wird die Wasserversorgung der Verbandsmitglieder dauerhaft an die moderne Infrastruktur angebunden.