16/06/2026
Wetterumstellung – große Hitze und enorme Schwüle
In unserer letzten Vorhersage wurden wir von einigen Lesern verspottet. „Panik“, „Vorhersagen über sieben Tage hinaus ...“ Auf den Punkt gebracht: Wer keine Ahnung hat, sollte die Klappe halten. Den einen oder anderen haben wir sicherlich schon vor einem Hagelschaden am PKW bewahrt.
Back to the topic: Die Vorhersage von vor ein paar Tagen festigt sich. Am heutigen Dienstag begann die Umstellung der Großwetterlage. Einige Wetterfühlige merken es bereits, aber auch ein Blick Richtung Himmel zeigt es. Eine Warmfront brachte etwas Niederschlag und deutlich feuchtere Luftmassen (siehe Foto: typische Warmfrontbewölkung mit etwas Regen). Die 15 °C fühlen sich ganz anders an als noch vor einigen Tagen.
Die Strömung steilt in den nächsten Tagen immer weiter auf. Die Folge werden hochsommerliche Temperaturen sein. Im Gebirge werden 25 bis 30 °C erreicht, im ostdeutschen Tiefland bis zu 34 °C. In Westdeutschland kratzen wir am Wochenende an der 40-Grad-Marke. Hinzu kommt eine außerordentliche Schwüle. Landesweit erreicht der Taupunkt mindestens 18 °C – das empfinden wir bereits als äußerst schwül und unangenehm. Eine Extraportion bekommt der Westen: Taupunkte von 21 bis 23 °C sind fast schon das Maximum an Feuchtigkeit, das in unseren Breitengraden möglich ist.
Die Folge ist, dass auch die Gewitter- und Unwettergefahr deutlich zunimmt. Am Freitag und Samstag vornehmlich in Westdeutschland und ab Sonntag landesweit stehen hochenergetische Luftmassen zur Auslösung bereit. Dort, wo ein „Streichholz das flüssige Benzin entfacht“, ist mit heftigen Unwettern zu rechnen. Für ortsgenaue Angaben ist es derzeit noch zu früh.
Am Montag kann sich die enorme Hitze noch einmal verstärken: Bis zu 40 °C sind in Baden-Württemberg möglich, in Frankreich sogar bis zu 44 °C. Auch die potenziell verfügbare Energie kratzt am Maximum dessen, was in Mitteleuropa möglich ist.
Für unsere Region warnen wir rechtzeitig. Bis Sonntag heißt es aber vorerst: Schwitzen ohne Blitze – abgesehen von möglichen Überentwicklungen am Erzgebirgskamm!