06/02/2026
Als Familienfotografin bewege ich mich täglich in einem Spannungsfeld, das mich selbst sehr beschäftigt.
Als Privatperson entscheide ich mich ganz bewusst dafür, so gut wie keine Fotos (mit wenigen Ausnahmen und Einwilligung der Kinder) meiner eigenen Kinder im Internet zu zeigen. Nicht aus Angst, sondern aus Respekt. Aus dem Wunsch heraus, ihre Privatsphäre zu schützen und ihnen später selbst die Entscheidung zu überlassen, wie sichtbar sie sein möchten.
Gleichzeitig lebt meine Arbeit von Bildern. Von echten Momenten, von Nähe, von Kindern, die lachen, spielen, weinen, wachsen. Um meine Arbeit sichtbar zu machen, müsste ich genau diese Bilder regelmäßig zeigen – und genau hier wird es für mich herausfordernd.
Gerade weil mir dieses Thema so wichtig ist, fällt es mir schwer, meine Kund*innen aktiv zu fragen, ob ich ihre Bilder im Internet verwenden darf. Ich habe das bisher nur sehr selten getan. Nicht, weil ich mich nicht traue, sondern weil ich großen Respekt davor habe, wie persönlich und schützenswert diese Momente sind.
Das bedeutet im Umkehrschluss dass
ich als Fotografin nur wenige Bilder habe, die ich online zeigen kann. Und ja das macht es unglaublich schwierig, regelmäßig zu posten und sichtbar zu bleiben.
Social Media lebt von Konstanz, von Präsenz, von Bildern. Meine Haltung lebt von Zurückhaltung, Achtsamkeit und Grenzen. Diese beiden Welten unter einen Hut zu bringen, fühlt sich nicht immer leicht an – und manchmal auch frustrierend.
Und trotzdem glaube ich daran, dass dieser Weg der richtige für mich ist.
Jedes Bild, das ich zeige, wurde bewusst ausgewählt. Mit Einverständnis der Eltern. Mit Respekt gegenüber den Kindern. Sie sind kein Content, sondern kleine Menschen mit einer eigenen Geschichte.
Vielleicht erklärt das, warum es hier manchmal ruhiger ist. Warum Pausen entstehen. Warum nicht jeder Moment geteilt wird.
Sichtbarkeit ist wichtig – aber meine Werte sind es auch.
Danke an alle, die dafür Verständnis haben. Und ganz besonders an die Familien, die mir ihr Vertrauen schenken 🤍