18/03/2026
So oft denke ich an diese Hochzeit zurück, vor allem, weil ich am Morgen noch nicht einmal wusste, dass ich sie fotografieren würde.
Ich war gerade dabei, mich für eine zivile Trauung fertig zu machen, für die ich gebucht war, als eine Kollegin einen Aufruf gestartet hat. Sie ist über Nacht krank geworden und konnte ihre Hochzeit unmöglich fotografieren. Ich habe kurz überlegt, ob das irgendwie in meinen Tag passt, und es hat tatsächlich genau aufgegangen, ohne dass meine eigene Trauung darunter gelitten hat.
Also habe ich zugesagt und ein paar Stunden später war ich bereits mittendrin. Bei zwei Menschen, die ich vorher noch nie gesehen hatte, an einem Tag, der für sie alles bedeutet.
Ich kann dir sagen, auf dem Weg dahin war ich vor allem für die beiden ein bisschen angespannt, weil ich mir gut vorstellen konnte, wie sich so ein plötzlicher Fotografenwechsel anfühlt. Da kommt jemand Fremdes an so einen wichtigen Tag, und eigentlich wünscht man sich genau das Gegenteil von Überraschungen.
Umso mehr hat es mich berphrt, wie das Brautpaar und die gesamte Hochzeitsgesellschaft mich aufgenommen haben. So offen und herzlich, ohne Distanz oder Zurückhaltung. Es hat sich von Anfang an selbstverständlich angefühlt, als wäre das genau so geplant gewesen.
Das ist wirklich nicht selbstverständlich.
Für mich zeigt das einmal mehr, worauf es ankommt. Nicht, dass immer alles perfekt läuft, sondern dass man sich aufeinander einlässt und gemeinsam Lösugnen sucht, auch wenn sie anders kommt als gedacht.
P.S. Natürlich wurde das Brautpaar direkt kontaktiert, als ein Ersatz feststand und sie haben dem Wechsel zugestimmt. Solche Situationen sind super sensibel und brauchen Fingerspitzengefühl auf allen Seiten. Aber genau dann merkt man auch, wie wichtig es ist, dass man professionelle Leute an seiner Seite hat, denn durch unsere Erfahrung haben wir ein tolles Netzwerk und können auch mit schwierigen, ungeplanten Situationen umgehen.
Was ist dir schon mal unvorhergesehenes passiert??