04/11/2026
Kräftiges Passagierminus trotz steigender Frankfurt-Auslastung und Farce um die Flugabgabe in Linz
In den ersten drei Quartalen des 2026 musste der Linz Airport - Flughafen Linz GesmbH mit 13,3 % das mit Abstand größte Passagierminus auf allen österreichischen Verkehrsflughäfen hinnehmen. Insgesamt 197.222 Passagiere flogen auf 2.741 Flugbewegungen (-28,1 % gegenüber 2025), dies entspricht etwa 72 Passagiere pro Flug und ist der geringste Wert aller heimischen Regionalflughäfen. So kommt Salzburg, welches sich über ein stabiles Passagierwachstum von 5 % freuen darf, etwa auf einen durchschnittlichen Wert von ca. 130 Passagieren pro Flug, Innsbruck auf 129, Klagenfurt auf 92 sowie Graz auf 83 Passagiere pro Flugbewegung.
Hingegen nahm die durchschnittliche Auslastung auf den Frankfurt-Flügen auf nunmehr rund 35 Passagiere pro Flug bzw. auf 48,81 % im Verkehrsmonat September 2026 zu. Die Ryanair-Strecke zwischen Linz und London verzeichnete im August 2026 ein leichtes Verkehrsminus von 1 % auf 3.154 Passagiere.
Dies alles unter dem Hintergrund der aktuell sehr breit laufenden Debatte rund um die Flugabgabe von 12 Euro je abfliegenden Passagier. In Linz beläuft sich die Einnahmensumme zwischen Jänner und September 2026 auf rund 1,2 Mio. Euro. Zum Vergleich: Auf einer Einzelstrecke von Linz nach Frankfurt sind neben der Flugabgabe weitere Gebührenentgelte für den Flughafen Linz und die Leistungen der Sicherheitskontrollen in der Höhe von insgesamt 48,99 Euro fällig. Auf einem mit 69 Euro im Smart-Tarif angesetzten One-Way-Flug bleiben somit ganze 8,01 Euro tatsächlich als Flugtarif bei der Fluglinie DAT.
In Graz werden am Vergleichstag (01.03.2027) flughafenbezogene Zuschläge in der Höhe von 43,67 Euro, in Salzburg von 39,39 Euro und in Wien in der Höhe von 32,97 Euro. Im Klartext bedeutet dies, dass der Linzer Passagier unabhängig von einer etwaigen Abschaffung der Flugabgabe dennoch weitere ca. 10 Euro pro Ticket an Gebühren gegenüber Salzburg und ganze 16 Euro gegenüber einem Abflug in Wien zahlen muss.
Entgelte übrigens, welche von den Flughäfen durchaus auch selbst bestimmt werden können, da bereits schon jetzt die per Bescheid festgelegten Entgelte nicht in voller Höhe eingehoben werden.