11/08/2026
Kamera an. Panik an. 😳
Klingt vielleicht übertrieben – ist es für manche Menschen aber überhaupt nicht.
Sobald wir wissen, dass wir beobachtet werden, verändert sich oft automatisch unser Verhalten. Wir achten plötzlich darauf, wie wir stehen, wohin wir schauen, was unser Gesicht macht und ob wir gerade „komisch“ wirken. Aus etwas, das sonst völlig automatisch passiert, wird auf einmal eine Aufgabe.
Und je mehr wir uns dabei selbst beobachten, desto schwieriger wird genau das, was wir eigentlich wollen: natürlich wirken.
Gerade wenn du ohnehin sensibel auf Bewertung reagierst oder viel darüber nachdenkst, wie du auf andere wirkst, kann eine Kamera diesen inneren Beobachter ziemlich laut machen.
Deshalb halte ich wenig davon, jemanden mit „Sei einfach locker!“ oder „Entspann dich!“ durch ein Shooting zu treiben. Entspannung lässt sich nicht auf Kommando herstellen.
Was aber helfen kann: Zeit. Wissen, was als Nächstes passiert. Nicht sofort funktionieren müssen. Erst einmal reden. Langsam anfangen. Und merken: Hier passiert gerade gar nichts Schlimmes.
Die ersten Fotos dürfen deshalb bei mir auch einfach nur die ersten Fotos sein.
Oft braucht es gar nicht den großen Moment, in dem plötzlich jede Nervosität weg ist. Es reicht schon, wenn der Kopf nach und nach merkt:
Okay. Ich muss hier nichts beweisen.