22/10/2025
4:50 Uhr läutet der Wecker. Raus vom Bett und Frühstücken. Um 6:30 Uhr stand ich bereits in der Wechselzone zum Checken vom Rad. Richtig kalt, Kaputze über den Kopf, aber der Körper sagt ich bin ready to race. 🏊♂️🚴🏃♂️
8:00 Uhr Startschuss! Rein in die 19°C warme Adria und mal den Rhythmus finden. Die ersten 300m dachte ich es ist ein super faires Rennen, aber bei der ersten Wende wurde ich was anderen belehrt. Die Kämpfe um jeden cm begannen. Man wurde abgedrängt, getaucht und hab zwei Schläge in den Magen abbekommen. Ich entschied mich nicht dagegen anzukämpfen und wählte den defensiveren Weg. Nach 34min 50s raus vom Wasser, schneller Wechsel und auf in meine stärkste Disziplin.
Ich fühlte mich gut, die Beine waren frisch, die Wattzahlen im angepeilten Bereich, aber die Pace war niedrig. Und da war das ständige Geräusch am vorderen Laufrad. Die Bremse schliff von einen morgendlichen Missgeschick bei dem die Nutrition darüber geronnen ist. Es war verpickt, aber aufgeben wegen dem kein Gedanke.
Bei KM 27 kam endlich die erhoffte rettende Labe. Die Wasserflasche geschnappt und neben kopfstütelnden Helfern über die vordere Bremse gespritzt. Das Schleifen wurde besser und die Pace wurde besser.
Nach 65km musste ich tribut zollen und der rechte hintere Oberschenkel meldete sich deutlich. Mit dem Laufen im Hinterkopf fuhr ich mit reduzierter Leistung zurück nach T2.
In der Wechselzone schnell in die Carbonschuhe, zwei Becher Wasser über den Kopf und auf gehts in die letzte Disziplin. Die ersten zwölf KM verflogen wie im Flug. Vorbei bei dem Hotel in dem ich im Frühjahr auf Trainingslager war, weiter zum Hafen von Porec, Wende um eine Musikband und wieder zurück. Die Pace schneller als gedacht und es fühlte sich sehr locker an. Danach ging es in die andere Richtung und man wartete nur bis die Wende kam. Zuschauer nur vereinzelt Pensionisten die selbst mit dem E-Bike unterwegs waren und eher wenig bedeutung schenkten. Eher schwer für den Kopf, aber auch das ist Triathlon. So kämpfte man sich bis zur Wende. Der Weg zurück war dann für mich purer Genuss. Ich wusste ich halte das Tempo durch. Bestzeit garantiert. Nach 5h 6min war ich überglück im Ziel. 🤩💪