30/04/2026
- Vor 38 Jahren -
Int. AVA-Bank Niederösterreich Rallye am 30. April 1988:
Der zweite Staatsmeisterschaftslauf, die Niederösterreich Rallye im Raum Gloggnitz mit nunmehr neuem Hauptsponsor, und schon vor dem Start kam es zu einer kuriosen Situation. Wegen Überschreitung der zulässigen Lärmgrenze von 100 Dezibel, wurden unter anderem Georg FISCHER, Raimund BAUMSCHLAGER, Ernst HARRACH, Franz FILZMOSER und Christoph DIRTL zu je 5.000 Schilling bestraft, die dann allerdings der lokalen Bergrettung zur Verfügung gestellt wurde. In dieser Zeit war es übrigens nicht unüblich, die Lärmgrenze bei der technischen Abnahme mit diversen Hilfsmitteln künstlich zu reduzieren …
13 Sonderprüfungen, und diesmal präsentierte sich Franz WITTMANN mit Co Jörg PATTERMANN im Lancia Delta HF 4WD noch überlegener als im Lavanttal. Der Niederösterreicher gewann bis auf eine Ausnahme alle Sonderprüfungen und rehabilitierte sich nach seinem unglücklichen Ausfall im Vorjahr. Spannend aber der Kampf um Platz 2, zwischen Wilfried WIEDNER / Ruben ZELTNER im KIKA-Mazda 323, Ernst HARRACH / Harald REITLER im MIG-Linz Audi quattro Coupé, und Sewi HOPFER / Otto SCHÖNLECHNER bei seiner Premiere im Gruppe A Ford Sierra RS Cosworth. Der urige Altausseer lag zu Beginn kurzzeitig sogar auf Platz 2, ehe er in der vorletzten Prüfung an vierter Stelle liegend eine Leitschiene touchiert und aufgeben musste.
Noch zur Halbzeit lag Wilfried WIEDNER im Mazda 323 am zweiten Platz, wobei sein Vorsprung auf Ernst HARRACH im Audi nie mehr als 11 Sekunden betrug. Die Entscheidung fiel am Nachmittag, denn der Tiroler verlor aufgrund von Antriebsproblemen über 20 Sekunden, während sich Ernst HARRACH mit einer fulminanten Bestzeit am bekannten Kranichberg Gesamtrang 2 sicherte.
Erneut kein Glück hatte Georg FISCHER mit Co Thomas ZELTNER. Zu Beginn mit Reifendefekt am Audi 200 quattro ein Zeitverlust von 1 ½ Minuten, ehe der Vorjahressieger nach der vorletzten Prüfung mit defektem Ladeluftkühler aufgeben musste. Seinen Platz erbte der beständige Franz FILZMOSER mit Beifahrer Hans MITTERBAUER im VW Golf GTi als Vierter, vor seinen Marken- und Teamkollegen Eddy SCHLAGER / Harald MINARIK, sowie Fritz WALDHERR / Wolfgang BRODIL im zweiten Gruppe A Mazda 323. Wieder Pech für Raimund BAUMSCHLAGER / Andreas WOLF (Toyota Corolla GT) und Christoph DIRTL / Peter UNTERAUER (Renault 5 GT Turbo), die beide erneut mit Motor- bzw Antriebsschaden aufgeben mussten.
In der Gruppe N gab es eine Überraschung. Nachdem der bis dahin schnellste Mann, Raphael SPERRER mit Co Wolfgang RESL am frühen Nachmittag mit Differenzialschaden am Audi 200 quattro aufgeben musste, und Kurt GÖTTLICHER / Christian BÖHM mit diversen Problemen am Ford Sierra RS Cosworth Zeit verlor, gewann der Salzburger Johann REHRL mit Beifahrer Bernard MANN jr. in einem weiteren Sierra die Klasse der serienmäßigen Fahrzeuge auf Gesamtrang 7, mit nur 7 Sekunden Vorsprung auf Kurt GÖTTLICHER und Johann SCHACHINGER / Johann FUSSEL im Mazda 323.
🎥 ORF Sport
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