16/08/2026
Letztens hat mir mein Stiefvater von einem Beitrag erzählt, den er in einer Zeitung gelesen hatte.
Es ging um Testosteron, Status und darum, wie sehr solche Mechanismen unser Verhalten beeinflussen können.
Und irgendwie ist mir das hängen geblieben.
Nicht, weil ich jetzt Männer gegen Frauen ausspielen möchte. Ganz im Gegenteil. Sondern weil ich mich gefragt habe: Was verstehen wir eigentlich unter guter Führung?
Laut sein? Sich durchsetzen? Präsenz zeigen?
Oder zuhören, Menschen mitnehmen, Entscheidungen treffen und trotzdem empathisch bleiben?
Ich glaube, unser Bild von Führung verändert sich gerade. Und das finde ich gut.
Gleichzeitig musste ich beim Erstellen dieses Posts über mich selbst lachen: Ich habe nämlich ziemlich lange überlegt, ob ich ihn wirklich veröffentliche. Ob er zu provokant ist. Ob sich jemand angegriffen fühlt.
Und genau da war ich plötzlich wieder mitten im Thema dieses Posts. 😅
Vielleicht dürfen auch wir Frauen uns manchmal etwas weniger fragen, ob wir anecken und etwas öfter einfach sagen, was wir denken.
Wie siehst du das: Was macht für dich wirklich gute Führung aus?
Zur wissenschaftlichen Einordnung: Forschung zeichnet bei Testosteron ein deutlich komplexeres Bild als „mehr Testosteron = mehr Aggression“. Studien sprechen dafür, dass Testosteron je nach sozialem Kontext Verhaltensweisen fördern kann, die dem Gewinnen oder Erhalten von Status dienen – und das können sowohl aggressive als auch prosoziale Verhaltensweisen sein.
Eine klassische Übersichtsarbeit von Mazur & Booth beschreibt ebenfalls den Zusammenhang zwischen Testosteron, Dominanz und sozialem Status und betont, dass Dominanz keineswegs immer aggressiv ausgedrückt wird.