31/01/2026
Es ist schon der letzte Jännertag, und ich habe gemerkt, dass ich überhaupt keine Fotos mehr für mich mache – für meine Seele, für meinen Hund, für mein Auge.
Nicht einfach so, weil ich irgendwo hingehe oder bin. Ich nehme die Kamera nicht mehr mit.
Ich arbeite als Fotografin für eine Firma, und jeden Tag habe ich die Kamera in der Hand. Automatisch gehört auch der Computer dazu – mein tägliches Arbeitswerkzeug.
Wenn ich mit Luna spazieren gehe, denke ich: Oh nein, kein Foto, keine Nachbearbeitung.
Wir gehen einfach nur spazieren: den Kopf lüften, die Muskeln aufwecken …
Aber heute habe ich es gespürt – ich brauche meine Fotos. Mit meinen Augen, mit meinem Gefühl.
Manchmal machen wir alles nur, weil es wichtig ist, weil wir müssen, weil es einen Wert hat.
Aber was ist mit der inneren Freude?
Hat sie nicht den größten Wert?
Wie ist es bei dir?
Kennst du diese gemischten Gefühle manchmal auch?