04/05/2023
So aus dem ganzen Spaß wird jetzt Ernst 😠
Letzte Woche bin ich von einem Herren darauf hingewiesen worden, dass ich seiner Frau doch in einem netteren Ton erklären soll, warum man Tiere am Zaun nicht streicheln und füttern sollte. Steh ich am Zaun vom Kindergarten und verteil Schokoriegel, weil die Kinder so süß sind und gerne Schoki mögen??? Nein!!!
Ebenso kann ich nicht mehr zählen wie viele Hunde ohne Leine geführt werden - egal ob bei uns am Zaun oder paar Meter weiter im Naherholungsgebiet. Es stehen Schilder, dass der Freilauf der Hunde ab 100€ abgerechnet wird! Brut- u. Setzzeit wird sowieso nicht mehr beachtet! Es ist mir auch egal, ob ihr Hund hört, er auch ein Hütehund ist und nur mal gucken möchte oder er eh nur klein ist - diese Ausreden kann ich nicht mehr hören.
Genauso wie die Leute, welche ständig den normalen Weg verlassen müssen und Querfeldein laufen - warum????
Seit 2016 arbeite ich mit den Hunden an der Herde ohne das jemals ein Hund, Mensch, Kind o. ä. verletzt worden ist. Bei uns ist es scheinbar jetzt das erstmal passiert. Über die genauen Details können wir noch nicht berichten, weil wir aktuell noch keine Fakten kennen. Folgendes kann bisher gesagt werden:
Der Situation nach, muss ein freilaufender Hund es geschafft haben, dass die Tiere auf der anderen Seite des Zaunes standen und somit auch die HSH. Dabei muss der auslösende oder ein fremder Hund verletzt (nicht lebensbedrohlich) worden sein.
Die Polizei sagte, dass ein Mann angerufen hat, der mit seinem verletzten Hund auf dem Weg zum Tierarzt ist. Die Kontaktdaten wurden mir gegeben und ich habe auch gleich angerufen. Ans Telefon ging eine Frau. Beim Tierarzt muss der Frau noch eingefallen sein, dass die Beine des Mannes zerfleischt worden sind und die beiden Hunde den Mann den Weg lang gerobbt haben sollen. Bei dem Hund soll es sich um einen Labbimix handeln. Sie und ihren kleinen Hund hätten meine Hunde aber nicht beachtet…. Bei nochmaliger Nachfrage bei der Polizei war eine Verletzung an einem Menschen nicht bekannt.
Wir achten beim Zaunbau sehr penibel darauf, dass er ordentlich steht und dass genug Futter auf den Flächen ist, damit die Tiere nicht aus dem Zaun machen. Obwohl es nicht verlangt wird, machen die Hund mit 2 Jahren eine Arbeitsprüfungen sowie regelmäßige Wesenstest. Ich bin sehr bemüht von meiner Seite alles zu machen, damit kein Konflikt entstehen kann.
Die Hunde mit dem sich der Vorfall ereignet haben soll, ist eine fast 6 Jährigen Hündin aus meinem Wurf von 2017 und unserem 3-Beinigen Murphy, welcher jetzt 1 Jahr alt geworden ist. Durch Murphy sein Handycap ist er weder der Schnellste noch, kann er gut sein Gleichgewicht halten. Beide haben weder Blutspuren, noch haben sie irgendwelche Verletzungen gehabt.
Aktuell wissen wir nicht, wie die Geschichte ausgeht und zu welcher Anzeige es wahrscheinlich kommen wird, aber was ich versprechen kann ist, dass ich solche Vorfälle nicht regelmäßig mitmachen werde!
Ich bin überzeugt von dem was ich tue und genauso von meinen Hunden, hätte ich Zweifel oder würde ich ein Risiko für Dritte sehen, würde ich das sicher nicht machen. Allerdings sehe ich es nicht ein, dass ich die Fehler anderer ausbaden werde oder irgendwelche Personen mit meiner Versicherung bereichern werde!
Sollte ich künftig einen freilaufenden Hund in der Nähe meiner Herde sehen oder irgendwelche Leute die meinen meine Tiere streicheln, füttern oder an den Zaun locken zu wollen, werden meine Töne nicht mehr freundlicher werden sondern diese Personen dürfen dann ggf. mit einer Anzeige rechnen!