29/09/2015
Wo: Kindheit
Was: Brombeeren
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Menschen verlaufen sich.
Nicht nur mit den Beinen, auch mit dem Geist.
Seid Monaten habe ich etwas gesucht, etwas was mich rettet, etwas was mir hilft, meine Kreativität und mein Glück rettet.
Und wie gewollt, fuhr ich heute in die gegend wo wir, wir als Kinder damals immer waren.
Überall die ganzen Felder, die Wälder, die Blumen.
Uns war es damals egal ob wir Geld oder Internet hatten, denn die Wälder und das Kind sein war uns wichtiger.
Wir saßen auf Bäumen, bauten uns Buden, wir haben die Brombeeren und den Schnittlauch am Straßenrand gegessen und die Brennesselblüten ausgesaugt. Wir ritzten unsere Namen in die Bäume und bauten vorhänge aus Ästen und Laub damit uns keiner bemerkt.
Ich fuhr zu einen der Wälder wo wir immer waren, doch ich musste feststellen, diesen gab es so nicht mehr.
Enttäuscht und mit den Gedanken noch in der Vergangenheit fuhr ich weiter und sah eine Bank, verwuchert und verwildert an einem anderen Wald wo nebenan ein kleiner Weg hinein führte.
So Neugierig wie ich war, stellte ich meinen Roller ab und ging diesen kleinen Weg entlang in den Wald herein und musste lächeln.
Überall waren kleine Äste gestapelt und an den Bäumen hingen lange Bänder womit die Bauern normal das Stroh zusammen binden.
Die Bänder wurden benutzt um Äste und Zweige zusammen zuhalten, so das kleine "Buden" um den Bäumen und auf den Bäumen sind. In den Bäumen waren Buchstaben geritzt und ein Baum, sah aus wie ein von der Natur geformter Stuhl wovor ein kleiner Vorhang aus kleinen Ästen hing.
Dieser Moment, war der schönste seid Monaten.
Es war schön zu wissen, das es heute noch Kinder gibt, die die selbe Kindheit haben wie WIR.
Und dieser Moment, machte mir klar, das meine Rettung, meine Hilfe schon die ganze Zeit da war.
Mein eigenes ich, meine Kamera, meine Vergangenheit und meine Zukunft.