Jeden Tag ein Foto

Jeden Tag ein Foto Jeden Tag ein Foto

Wir zeigen den Alltag, jenseits von Spannungen und Kriegen. Unsere Welt - jeden Tag ein Beispiel. Jeden Tag ein Bild aus unserem Leben.

Ein Lächeln, ein Stück Brot, eine Katze, eine Stubenfliege ... - unser Alltag.

Ein Speicher, ein Bauernhaus, ein Weg. Holz auf Holz, gewachsen über Generationen. Die Schindeln grau vom Wetter, die Ba...
21/05/2026

Ein Speicher, ein Bauernhaus, ein Weg. Holz auf Holz, gewachsen über Generationen. Die Schindeln grau vom Wetter, die Balken dunkel von der Zeit. Geranien am Fenster – weil jemand auch im Vergehen noch Farbe setzt.

Die Bäume daneben verlieren ihre Blätter. Nicht traurig. Nicht resigniert. Einfach so, wie es jedes Jahr ist. Sie wissen: Was fällt, kommt wieder. Was bleibt, hat Wurzeln.

Dieses Bild zeigt eine Schweiz, die niemand auf ein Plakat druckt. Keine Marke. Kein Slogan. Kein Tourismusbüro. Nur ein Hof, der steht, weil ihn jemand hält. Seit 100 Jahren. Vielleicht 200. Vielleicht mehr.

Und darin liegt die stille Philosophie: Bleiben ist keine Trägheit. Bleiben ist eine Entscheidung. Jeden Tag. Gegen die Rendite, gegen den Abbruch, gegen das «Hier könnte eine Überbauung stehen». Jemand hat sich entschieden: Das hier bleibt. So wie es ist. Weil es gut ist.

Auf den Tag genau vor 11 Jahren habe ich dieses Bild auf Facebook gepostet mit dem  nachfolgenden Text. Das Bild hatte i...
18/05/2026

Auf den Tag genau vor 11 Jahren habe ich dieses Bild auf Facebook gepostet mit dem nachfolgenden Text. Das Bild hatte ich vergessen, die Symbolik natürlich nicht:

Abgebrochen.

Am Freitag hat es kräftig geschneit. Für diesen Ast war es zu viel. Die Last wurde zu schwer – und er brach.

Hätte ich ihn vorher geschüttelt, den Schnee von den Blättern befreit, könnte er weiterwachsen. Aber ich sass drinnen, Heizung auf Stufe 5, und habe keinen Gedanken an diesen Strauch verschwendet. Warum auch? Jeden Winter knicken Dutzende Bäume, brechen Tausende Äste. Was ist schon dieser eine?

Beim Fotografieren wurde mir die Symbolik bewusst.

Ich kenne Menschen, die unter einer erdrückenden Last zerbrochen sind. Ich hätte sie schütteln müssen – wachrütteln. Habe ich nicht. Wie beim Ast: Ich habe dem Schneetreiben zugeschaut, die Gedanken auf vermeintlich Wichtigeres gerichtet und die Gefahr nicht gesehen.

Vielleicht schaffe ich es beim nächsten Mal. Vielleicht.

Ein Moment unter Giganten.Gestern durften wir im Tierpark Dählhölzli einen Tierpfleger beim Füttern der Wisente begleite...
17/05/2026

Ein Moment unter Giganten.

Gestern durften wir im Tierpark Dählhölzli einen Tierpfleger beim Füttern der Wisente begleiten. Hautnah. Auf Augenhöhe – naja, fast – mit dem grössten Landsäugetier Europas.

Und dieses Bild erzählt eine Geschichte, die grösser ist als dieser eine Moment: Eine Wisent-Mutter mit ihrem Kalb. Schützend, ruhig, unerschütterlich. Ein Bild, das es vor hundert Jahren fast nicht mehr gegeben hätte.

Denn der Wisent war ausgerottet. In freier Wildbahn komplett verschwunden. Was heute in Wäldern von Polen bis zum Kaukasus wieder lebt, begann in Zoos und Tierparks. Auch hier, in Bern.

🦬 Was das Dählhölzli leistet:

Der Tierpark Bern engagiert sich seit dem Jahr 2000 für die Wiederansiedlung des Wisents. 22 Tiere aus Bern wurden bisher in Schutzgebiete in Rumänien, Aserbaidschan und weiteren Ländern entlassen – im Rahmen des europäischen Zuchtprogramms (EEP). Im Shahdag-Nationalpark in Aserbaidschan leben mittlerweile über 60 Wisente in einer wachsenden Herde – 27 Kälber wurden dort bereits in Freiheit geboren.

Das hier ist kein Zoo-Alltag. Das ist Artenschutz, der funktioniert. Jedes Kalb, das hier zur Welt kommt, könnte eines Tages in einem Wald stehen, frei und wild. Und das begann mit Menschen, die sich kümmern – wie der Tierpfleger gestern, der seine Tiere kennt wie ein Hirte seine Herde.

Danke, Dählhölzli. Für die Arbeit, die kaum jemand sieht – und die trotzdem die Welt ein kleines Stück besser macht.

Foto: Roland Peter
NIKON Z 8
Aufnahmedatum: 2026-05-16
Belichtungszeit: 1/500 sec
Blende: f/2.8
ISO-Wert: ISO 64
NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S

Weitere Bilder gibt es hier:
https://www.pero-fotos.ch/serie/fuettern-der-wisents-im-daehlhoelzli

Heute Morgen, in unserem Garten.Noch geschlossen. Noch still. Noch ganz bei sich.Zwei Mohnknospen stehen im Morgentau – ...
15/05/2026

Heute Morgen, in unserem Garten.
Noch geschlossen. Noch still. Noch ganz bei sich.

Zwei Mohnknospen stehen im Morgentau – wie grüne Laternen, die darauf warten, angezündet zu werden. Die Tropfen hängen an ihrem feinen Flaum wie winzige Perlen an einem Kleid, das noch niemand gesehen hat. Jeder Tropfen ein Versprechen. Jeder Tropfen ein: Noch nicht. Aber bald.

Die gezackten Blätter darunter – wild, ungezähmt, fast trotzig – tragen die Knospen wie Hände, die ein Geschenk hochhalten. Noch verpackt. Noch geheim. Noch grün in einer Welt aus Grün.

Aber man spürt es: Da drinnen wartet Farbe. Rot, vielleicht. Oder Orange. Ein Leuchten, das noch schläft. Ein Feuerwerk, das noch auf seinen Funken wartet.

Die Sonne wird kommen. Und dann – nicht heute, vielleicht morgen, vielleicht übermorgen – werden diese Knospen aufbrechen. Lautlos. Wie ein Geheimnis, das sich nicht mehr halten lässt. Wie ein Lächeln, das sich nicht mehr verstecken will.

Aber jetzt? Jetzt ist der schönste Moment. Der Moment davor. Der Moment, in dem alles noch möglich ist.

Die Natur eilt nicht. Sie wartet. Und genau darin liegt ihre Schönheit.

Foto: Roland Peter
NIKON Z 8
Aufnahmedatum: 2026-05-15 08:45:54
Belichtungszeit: 1/400 sec
Blende: f/11
ISO-Wert: ISO 1600
Kamera Objektiv: NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S

Ein Bild, nicht von mir. Nein. Das stammt aus einem Clip der SVP. Da sitzt sie. Vivienne Huber. Blaues Abendkleid, Seite...
14/05/2026

Ein Bild, nicht von mir. Nein. Das stammt aus einem Clip der SVP. Da sitzt sie. Vivienne Huber. Blaues Abendkleid, Seitenschlitz bis zur Hüfte, perfektes Make-up, wehendes Haar. Vor ihr ein Hund, hinter ihr die Alpen. Grüne Wiese, Bergsee, Chalets. Die Schweiz, wie sie im Bilderbuch steht.

Und wofür wirbt dieses Bild? Für Nachhaltigkeit. Für die 10-Millionen-Initiative. Für die Rettung der Schweiz vor der Überbevölkerung. Für weniger Zersiedelung, weniger Betonierung, weniger Naturzerstörung.

Im Ballkleid.

Auf einer Wiese, auf die kein Mensch jemals im Ballkleid gehen würde – ausser für ein Fotoshooting. Inszeniert bis ins letzte Haar. Künstlich wie eine Filmkulisse. So authentisch wie ein Heidi-Musical in Las Vegas.

Und genau das ist das Problem. Nicht Vivienne Huber – die macht ihren Job als Influencerin. Das Problem ist die Botschaft dahinter:

Man verkauft uns «Natur» mit einem Bild, das so natürlich ist wie ein Designerkleid auf einer Alpweide.

Man zeigt uns die heile Schweiz – und verschweigt, dass diese Initiative weder eine einzige Wiese rettet, noch einen einzigen Quadratmeter Boden schützt. Man appelliert an das Gefühl – und hofft, dass niemand den Verstand einschaltet.

Schauen wir genauer hin:

🔹 Das Kleid: Vermutlich Fast Fashion oder Designer – produziert in Asien, geflogen um die halbe Welt. Nachhaltigkeit?
🔹 Das Setting: Eine Inszenierung, die mehr mit Hollywood zu tun hat als mit der Realität einer Bäuerin, die morgens um fünf die Kühe melkt.
🔹 Die Botschaft: «Die Schweiz bleibt nur so schön, wenn wir Ja stimmen.» Als ob ein Verfassungsartikel die Alpen schützt.
🔹 Der Hund: Der einzig Authentische im ganzen Bild. Der weiss nicht mal, dass er gerade Politik macht.

Das ist die SVP-Kampagne 2026 in einem Bild zusammengefasst: Gefühl statt Fakten. Oberfläche statt Substanz. Schöne Bilder statt ehrliche Argumente.

Wer mit Glamour für Bodenständigkeit wirbt, hat den Widerspruch nicht bemerkt – oder hofft, dass wir ihn nicht bemerken.

Die Alpen brauchen keinen Seitenschlitz. Sie brauchen echten Schutz. Und der steht nicht in dieser Initiative.

Warum zeige ich das hier, wo es doch in dieser Gruppe um Gemütliches, Versöhnliches, um positive Emotionen gehen soll? Auch um einen Einblick in einen erstrebenswerten Alltag. Wo es Sonne gibt, erleben wir eben auch Schatten, und Gewitter, oder auch Hagel. Und so ein Gewitter mit Hagel hat sich brausend über mich hinweg bewegt.

Den obigen Text hatte ich auf Facebook unter dem Clip als Kommentar veröffentlicht. Hier ein paar der weniger aggressiven Reaktionen:

"isch dir bim schriebe es Schüssli ins Hösli ab?"

"Um was geht hier? Von wegen Ballkleid, so ein Schrott was sie sich von sich geben. Nein Wahnsinn was wir für Leute in unserer schön Schweiz haben traurig!"

"fühlsch di wege dem Clip so richtig triggeret. Bisch so ne arme Gsell wo nur do inne isch um gege d'SVP hetze. Du visch bi dienere ASoziale Partei besser uff g'hobe. Troll di dört aane."

*Echte schweizer stimmen ja! Wer nein stimmt ist eine schande für die schweiz"

"Elände Dräcksack, verschwind is Usland!!!!!"

"Dir ist langweilig, geh doch mal richtig arbeiten!!"

Nun - es hat noch einige Kommentare, die ich ganz gerne nicht beachte...

Also dann - nächstes Mal wieder ein Bild, das keine politische Botschaft in Frage stellt. Und auch keine Diskussion auslöst, ob die SVP-Initiative wirklich halten kann, was sie verspricht.

Mit ausgebreiteten Schwingen,ein Kreuz aus Kraft und Anmut,gleitet der Steinadler durch das Blau –ein stiller Herrscher ...
12/05/2026

Mit ausgebreiteten Schwingen,
ein Kreuz aus Kraft und Anmut,
gleitet der Steinadler durch das Blau –
ein stiller Herrscher über Fels und Tann.

Sein Gefieder, ein Mantel
aus Bronze und Asche,
vom Wind geküsst, vom Licht gezeichnet,
erzählt von tausend Aufstiegen.

Unter ihm verschwimmt der Wald
zu einem Meer aus Grün und Nebel,
die Berge nur ein fernes Flüstern –
denn hier oben gehört die Welt nur ihm.

Sein goldenes Auge misst die Tiefe,
sein Schnabel schneidet durch die Stille,
und jede Feder trägt ein Versprechen:
Freiheit kennt keine Grenzen.

Foto: Roland Peter
NIKON D750
Aufnahmedatum: 2015-08-04 14:44:56
Belichtungszeit: 1/1000 sec
Blende: f/7.1
ISO-Wert: ISO 400
Brennweite: 200 mm
Kamera Objektiv: 70.0-200.0 mm f/2.8

Der stille Frevel.Keine Bilder, die um die Welt gehen. Kein Fernsehteam. Kein Hashtag. Kein Sh*tstorm. Nur eine rostige ...
10/05/2026

Der stille Frevel.

Keine Bilder, die um die Welt gehen. Kein Fernsehteam. Kein Hashtag. Kein Sh*tstorm. Nur eine rostige Schubkarre am Waldrand in Heimenschwand. Still. Leise. Illegal.

Wir kennen die grossen Bilder. Die Abfallberge in Ghana, wo unsere Fast-Fashion-Sünden zu Gebirgen wachsen. Die Plastikflüsse in Asien. Die vermüllten Strassen nach Fussballspielen, nach Demos, nach Umzügen. Tonnenweise Zivilisationsmüll, der um die Welt geht und uns empört. «Furchtbar!», schreiben wir. «Wie kann man nur!», kommentieren wir. Und scrollen weiter.

Aber dann geht einer – hier, bei uns, in der Schweiz, im schönen Berner Oberland – nimmt seine ausgediente Schubkarre und kippt sie in den Wald. Kein Blitzlicht. Kein Zeuge. Nur er, sein Schrott und die stille Hoffnung, dass das Gras schnell genug wächst.

Und das Gras wächst. Und die Brombeeren ranken. Und der Rost nagt. Und irgendwann sieht es niemand mehr. Problem gelöst.

Nein. Problem versteckt.

Ich sage es direkt: Wer seinen Abfall so entsorgt, ist nicht besser als der Konzern, der Giftmüll ins Meer kippt. Nicht besser als der Festivalbesucher, der sein Zelt stehen lässt. Nicht besser als die Textilindustrie, die Tonnen von Kleidern nach Afrika verschifft.

Der Unterschied? Der Konzern ist zynisch. Der Festivalbesucher ist faul.

Und der hier? Der ist einfach nur dumm. Nicht clever. Nicht rebellisch. Nicht «wird schon niemand merken». Einfach dumm. Die Entsorgungsstelle ist keine fünf Minuten entfernt. Aber fünf Minuten Fahrt sind offenbar zu viel verlangt für jemanden, dem der Wald egal ist.

Das Traurige: Diese Schubkarre hat jahrelang gedient. Hat Erde getragen, Steine, Holz, Kompost. Hat einen Garten mitgebaut. Hat gearbeitet, bis nichts mehr ging. Und zum Dank wird sie im Gestrüpp entsorgt wie ein Stück Dreck.

Sie hätte einen besseren Ruhestand verdient. Und der Wald hat es sowieso nicht verdient.

Der grosse Müll empört und zerstört die Welt. Der kleine Müll zerstört sie leise.

Foto: Roland Peter
Dateiname: C:\Users\crazy\Downloads\GZ8_0416[1] Kopie.jpg
NIKON Z 8
Aufnahmedatum: 2026-05-10 11:16:23
Belichtungszeit: 1/160 sec
Blende: f/11
ISO-Wert: ISO 640
Brennweite: 88 mm
35mm Äquivalent: 88 mm
NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S

Das warme Licht streift sein Profil. Die Hände gefaltet. Nicht zum Gebet – zum Nachdenken. Die Augen auf etwas gerichtet...
09/05/2026

Das warme Licht streift sein Profil. Die Hände gefaltet. Nicht zum Gebet – zum Nachdenken. Die Augen auf etwas gerichtet, das wir nicht sehen. Vielleicht auf das, was er gleich sagen wird. Vielleicht auf das, was ihn hergebracht hat. Vielleicht auf gar nichts – und genau das macht diesen Moment so ehrlich.

Andy Schmid.

Handball-Legende. Nationalmannschafts-Trainer. Der beste Schweizer Handballer aller Zeiten, sagen manche. Und hier sitzt er. Nicht auf einem Thron. Nicht im Scheinwerferlicht. Sondern auf einem Stuhl, irgendwo hinter der Bühne, und wartet. Wie jeder andere Mensch, der gleich vor Leute treten muss und nicht genau weiss, welche Worte kommen werden.

Ein kleines Tattoo am Handgelenk. Ein Herz. Dezent wie der Mann selbst.

Später wird er sprechen. Offen. Ohne Maske. Über Ängste, die ein Held nicht haben sollte. Über Zweifel, die eine Legende nicht zugeben müsste. Über Schwächen, die man normalerweise hinter Trophäen versteckt. Und über die Liebe zu einem Land, das er als junger Mann verliess und nie vergessen hat. Die Schweiz – immer im Herzen, auch wenn die Füsse in Dänemark und Deutschland standen.

Aber jetzt – in diesem Moment – ist er nichts von alledem. Kein Held. Keine Legende. Kein Trainer. Nur ein Mann, der nachdenkt. Der bei sich ist. Der die Stille braucht, bevor der Lärm kommt.

Und genau das macht Grösse aus. Nicht der Jubel danach. Sondern die Stille davor. Nicht die Siegerpose. Sondern die gefalteten Hände. Nicht die Antworten. Sondern der Moment, in dem man sie noch sucht.

Die grössten Menschen erkennt man nicht am lautesten Applaus. Sondern an der Ruhe, die sie aushalten, bevor er beginnt.

Mal etwas anders als bisher. Als ehemaliger Werber habe ich mir ein paar Gedanken gemacht zum Plakat im Dählholzli: Ein ...
08/05/2026

Mal etwas anders als bisher. Als ehemaliger Werber habe ich mir ein paar Gedanken gemacht zum Plakat im Dählholzli:
Ein Pantherchamäleon ist so ziemlich das Gegenteil von «typisch Bern». Das Tier stammt aus Madagaskar, lebt im tropischen Regenwald und hat mit Bern etwa so viel zu tun wie eine Kokosnuss mit dem Emmental.

Was wohl die Absicht war:
Der Slogan spielt vermutlich mit Ironie – im Sinne von: «In Bern gibt es sogar so was Exotisches!» Der Überraschungseffekt soll neugierig machen. Das Konzept: Typisch Bern = unerwartet vielfältig.

Warum es trotzdem nicht ganz aufgeht:
Die Ironie ist zu subtil. Wer schnell vorbeifährt oder -geht, liest «Typisch Bern» und sieht ein exotisches Tier – das erzeugt eher Verwirrung als ein Schmunzeln.
Kein Bezug zur Identität. Typisch Bern wäre ein Bär, eine Aare-Szene – etwas, das man mit der Region verbindet.
Der Claim «wo Tiere gut drauf sind» ist nett gemeint, aber in Kombination mit dem exotischen Tier in Gefangenschaft kann das auch ungewollt hinterfragt werden.
Mein Fazit:
Ein technisch gut gemachtes Foto (die Farben des Chamäleons sind spektakulär!), aber die Werbestrategie ist mutig bis fragwürdig. Kreativität lebt von Überraschung – aber hier fehlt der Aha-Moment, der die Brücke zwischen «exotisches Tier» und «typisch Bern» schlägt. Ein Bär mit Chamäleon-Farben? Das wäre kreativ gewesen! 😏

Gestern, Heute - vor 10 Jahren in Heimenschwand.
07/05/2026

Gestern, Heute - vor 10 Jahren in Heimenschwand.

Die Hand auf der Schulter.Nicht die Taktiktafel gewinnt Spiele. Nicht das Laufschema. Nicht die perfekte Aufstellung. Es...
06/05/2026

Die Hand auf der Schulter.

Nicht die Taktiktafel gewinnt Spiele. Nicht das Laufschema. Nicht die perfekte Aufstellung. Es ist dieser Moment. Diese Hand. Dieser Blick.

Yvonne Leuthold beugt sich hinunter. Nicht von oben herab – sondern auf Augenhöhe. Eine Hand hält den Arm, die andere liegt auf der Schulter. Fest genug, um zu sagen: Ich bin da. Sanft genug, um zu sagen: Es ist gut.

Was sie flüstert, hören wir nicht. Aber wir sehen es. Im Gesicht der Spielerin. In der Art, wie sie aufschaut. Nicht mit Angst vor der Trainerin. Sondern mit Vertrauen zu einem Menschen, der weiss, wie sich dieser Moment anfühlt. Jeder Fehlpass. Jeder geniale Wurf. Jede Sekunde, in der du nicht weisst, ob du gut genug bist.

Yvonne Leuthold weiss es. Sie war dort. Olympia. Nationalmannschaft. Die grössten Bühnen des Handballs. Sie kennt den Druck, den Zweifel, den Jubel – und sie kennt den Moment, in dem ein einziges Wort alles verändert.

Und genau das gibt sie jetzt weiter. Nicht als Denkmal ihrer eigenen Karriere. Sondern als Trainerin, die verstanden hat, dass Führung nicht laut sein muss. Dass manchmal eine Hand auf der Schulter mehr bewirkt als hundert Anweisungen von der Seitenlinie.

Rotweiss Thun darf sich glücklich schätzen. Der Vertrag ist verlängert. Die Hand bleibt.

Manche Trainerinnen formen Spielerinnen. Die besten formen Menschen.

Foto: Roland Peter
NIKON Z 8
Aufnahmedatum: 2026-05-02 16:03:17
Belichtungszeit: 1/1000 sec
Blende: f/2.8
ISO-Wert: ISO 3600
Brennweite: 160 mm
Kamera Objektiv: NIKKOR Z 70-200mm f/2.8 VR S

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Tiefenbach 4
Diemtigen
3755

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+41794884805

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