30/07/2023
Zeit. Mit einem kleinen Kind bleibt einem nur wenig Zeit für sich. Das ist einfach so. Und darf auch so sein.
Heute Abend hab ich mir mal wieder Zeit für mich genommen. Nach langem. Den Haushalt und die anderen ToDo‘s sein gelassen und einfach mal wieder mein riesiges Fotoarchiv durchstöbert. Kleine und große Schätze entdeckt. Geschmunzelt über das eine oder andere Foto und bei den berührenden Hochzeitsfotos von Freunden lächelnd eine kleine Träne vergossen.
Weiter geschaut. Dazwischen nach meinem Sohn gesehen, der nebenan tief und fest in unserem Bett schläft. Ihn liebevoll angelächelt und ihm einen Kuss auf die Stirn gegeben, woraufhin er im Schlaf entspannt gelächelt und geseufzt hat.
Mich wieder an meinen Rechner gesetzt und weiter gestöbert. Dann habe ich diesen Ordner vom Mai 2018 entdeckt. Unzählige Makro-Naturfotos darin gefunden. Und Fotos einer meiner Lieblingspflanzen. Dem Schlangenlauch. Bereits bearbeitet. In Farbe und Schwarzweiß. Fotos, die für mich kleine Kunstwerke sind und mit ihrer Tiefenunschärfe eine ganz eigene Bildsprache sprechen. Die bestimmt nicht jedem gefällt. Schon gar nicht in Schwarzweiß. Die ich jedoch so sehr liebe.
Ich weiß nicht wie lange ich dieses Bild angesehen habe. So viele Erinnerungen und all die Gefühle von damals kamen in mir hoch. Und mir wurde plötzlich klar, wie sehr ich mich und meine geliebte „Naturkunst-Fotografie“ seit der Geburt meines Sohnes vernachlässigt habe. Wie sehr ich innerlich aus der Balance geraten bin. Wie wenig Raum da momentan für die ganz persönliche Kreativität ist und wie sehr mein Fokus tagtäglich aufs Mama-sein gerichtet ist. Und, dass es genau so sein darf und für den kleinen Mann richtig und wichtig ist. Dass ich um nichts in der Welt mein Mama-sein tauschen möchte, mich aber künftig einmal pro Woche um mich und meine Kreativität kümmern werde. Und wenns nur ein paar Stunden sind. Ein paar Stunden fotografieren nur für mich. Ein paar Stunden Pause vom Ein paar Stunden für mich und meine Balance 🙃😉❤️💦✨