13/12/2017
Tag 1 Vormittag – Theorieunterricht für Fotografen
Heute ist der Tag auf den ich schon so lange gewartet habe, es geht nach Menorca. Zur Fotoreise von Carina Maiwald. Ich mache mich mit dem Auto auf den Weg nach Wien, wo ich am Parkplatz schon einer Mitreisenden, der lieben Vera erwartet werde.
Eine lange Flugreise später, sitzen wir endlich bei Carina im Auto, die uns persönlich vom Flughafen abholt. Es ist schon dunkel und wir können nicht viel von der Insel sehen. Aber das was ich sehe gefällt mir außerordentlich gut. Es sind viele Steinmauern zu sehen die, wie ich im Laufe der Woche sehen sollte das gesamte Landschaftsbild der Insel prägen.
Ich muss mir sofort vorstellen wie nervenaufreibend es sein muss diese Steinmauern zu bauen und in Folge zu warten und zu pflegen.
In unserer Finca angekommen erwarten uns schon einige andere fröhliche Mitreisende mit Sangria im Wohnzimmer.
Wir machen noch einen kurzen Rundgang übers Gelände und beziehen unsere Zimmer. Vera und ich beziehen gemeinsam ein Zimmer mit dem Hinweis: „Wir sind Österreicher, wir sprechen die selbe Sprache, wir verstehen uns.“
An der Fotoreise nehmen nämlich auch einige Deutschen teil und ich merke zum ersten mal, dass ich mich nie entscheiden kann wie ich sprechen soll, was für ein wenig Verwirrung sorgt.
Am nächsten Morgen gibt es Frühstück und die erste Unterrichtseinheit mit Carina. Es findet eine Vorstellungsrunde statt und daraufhin geht es zur Theorie.
Mein Kopf raucht nach einer gewissen Zeit, als ich herausfinde dass man Fotos nicht nur mit Gefühlen und viel Intuition betrachten kann, sondern auch unter einigen technischen Gesichtspunkten. Linien, Farblehre, die richtige Aufstellung und der richtige Umgang mit den Models werden vermittelt. Doch auch die Gefühle im Zusammenhang mit jedem Bild kommen nicht zu kurz.
Am Ende habe ich das Gefühl durch die technischen Gesichtspunkte meine Fotos effektiver betrachten zu können und ein stärkeres Bewusstsein dafür zu haben, warum mich manche Bilder auf den ersten Blick ansprechen und manche weniger. Gut so! Schließlich kann man viele Aspekte eines Bildes besser beeinflussen, wenn man sich dieser bewusst ist und sich nicht nur auf seine Intuition verlassen muss.
Das wichtigste was ich aus dem Theorieunterricht mitnehme, ist aber nichts technisches sondern es geht wieder um Gefühle. Es ist der Satz:
„Fotografiere nicht wie es aussieht. Fotografiere, wonach es sich anfühlt.“
Gestärkt und motiviert durch die erste Theorieeinheit, habe ich nun das Gefühl, dass es mit dem ersten Shooting gut klappen wird. So viel Erfahrung habe ich ja nicht mit der Pferdefotografie, weil ich meine fotografische Entwicklung hauptsächlich mit Hunden durchlaufen habe.
Aber ich denke, das wird schon klappen und freue mich auf unser erstes Shooting. Wir werden einen Menorquin Hengst im Porträt und im Freilauf fotografieren.
Das Ergebnis, des Porträtshootings mit dem wunderbaren Hengst zeige ich euch jetzt schon.
Ein Bild vom Freilauf gibt es mit meinem nächsten Bericht.
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Fotoreise von Carina Maiwald • Photographer
Besonderer Dank geht an Lizz Handschmann von Spanish Horse Boutique